Januar 17, 2008 Archives

Do 17. Jan 19:16:43 UTC 2008

nvidia-Treiber in Debian

Manchmal ist halt doch die proprietäre Software besser, als das Gegenstück von der Open-Source-Seite. Bei den nvidia-Treibern liegt das allerdings auch an der mangelnden Zusammenarbeit des Grafikkartenherstellers mit den EntwicklerInnen freier Software.

Will man also den leistungsfähigeren nvidia-Treiber unter Debian installieren, füge man zuerst einmal non-free in die sources.list ein: (Um immer den aktuellsten Treiber zu bekommen, nutze ich für diese Treiber den unstable/sid-Bereich. Das sollte je nach Wunsch abgeändert werden.)

/etc/apt/sources.list:
deb ftp://ftp.de.debian.org/debian/ sid main contrib non-free
deb-src ftp://ftp.de.debian.org/debian/ sid main contrib non-free

Danach führe man ein apt-get update aus, installiere module-assistant und das Paket nvidia-kernel-source:

apt-get update && apt-get install module-assistant nvidia-kernel-source

Anschliessend wechsle man in das Verzeichnis /usr/src und führe den soeben installierten Assistenten aus:

cd /usr/src
m-a prepare nvidia
m-a a-i nvidia

Damit werden noch evtl. fehlende Pakete nachinstalliert, und ein fertiges nvidia-Treiber-Debianpaket erstellt und ebenfalls installiert. Damit der neue Treiber auch nach dem nächsen Systemstart benutzt wird, füge man in die Datei xorg.conf noch den Modulnamen ein:

/etc/X11/xorg.conf
Section "Device"
  Identifier "nVidia Corporation"
  Driver "nvidia"

Ausserdem muss noch der OpenSource-Treiber umbenannt werden, damit er eben nicht geladen wird:

cd /lib/modules/[uname -r]/kernel/drivers/video/nvidia/
mv nvidiafb.ko nvidiafb.ko.DONTUSEME

Danach sollte einem Neustart nichts mehr im Wege stehen, und das nvidia-Modul während des Bootvorgangs geladen werden. Möchte man noch ein wenig an den Feineinstellungen herumspielen, kann man auch noch nvidia-settings installieren:

apt-get install nvidia-settings


Posted by cpunk | Categories: debian