November 20, 2007 Archives

Di 20. Nov 22:52:02 CET 2007

PC-BSD > Thinkpad

In gewisser Weise ist dieser Artikel eine kleine Fortsetzung zu meinem MiniLAN-howto vom 16.11.: Das Ziel der Vernetzerei war ja ein Debian-Upgrade auf meinem �uralten� Laptop zu wagen.... Das Gerät ist ein IBM ThinkPad i1200, auf dem Neuinstallationen aktueller Distributionen immer fehl schlugen: Ausprobiert wurden Debian Etch und Xubuntu 7.10 - auch aktuelle Knoppix-Versionen blieben während des Bootvorgangs einfach stehen.

In einem Artikel las ich, dass aktuellere Kernel als die Version 2.6.15 auf dem Gerät nicht laufen würden - an anderer Stelle (sorry, Link vergessen), dass ebendies am verbauten buggy ALi-Chipsatz liege. Im Grunde lief das Upgrade vom 16.11. ohne Probleme durch, und ich hatte auch darauf geachtet, dass der Kernel (2.6.3) nicht mit aktualisiert wurde....

ABER: unter Debian Etch lief nun kein Xserver mehr - keine Ahnung, ob das am installierten hotplug lag, und dem daher nicht installierten udev (das einen Kernel >2.6.15 benötigt).

Da nun Liam Proven im besagten Artikel seine positiven Erfahrungen mit PC-BSD zusammen mit dem i1200 schildert, lud auch ich mir gleich die zwei Images herunter - schien ja die einfachste Möglichkeit zu sein, ein aktuelles OS auf den ThinkPad zu bekommen.

Und tatsächlich: Die Installation war kinderleicht mit nur wenigen Mausklicks vollzogen, dauerte weniger als eine halbe Stunde. Angetan war ich von der Schnelligkeit der Distribution, trotz der nur vorhandenen 700MHz... Eine Enttäuschung allerdings war der nur vorhandene KDE-Desktop, auf den alles optimiert zu sein scheint. Fluxbox wurde zwar standardmäßig mit installiert, hier fehlen jedoch leider sehr viele Einträge in den Menüs.

Die ersten Eindrücke bisher:

Positiv

  • supereinfache Installation
  • Schnelligkeit auch auf altem System
  • automatische Erkennung meines usb-wlan-Adapters (D-Link DWL G122), der unter Debian noch in keiner Version nativ unterstützt wird
Negativ
  • KDE
  • Installation für absolute AnfängerInnen lässt wenig/keine Konfigurationsmöglichkeiten
  • es werden nur ganze Programm-Pakete installiert, keine Einzel-Software (außer OpenOffice und Firefox)
Wenigstens jedoch ist der Rechner nun auf einem aktuellen (Software-)Stand und bietet trotzdem eine ordentliche Performance - außerdem: auch unter KDE gibt's ja noch eine Konsole... ;)

Mit dem Paket-Management muss ich mich nun allerdings erst noch beschäftigen: PC-BSD bringt das eigene Paket-Format PBI mit, in dem es allerdings nur eine begrenzte Auswahl an Software gibt - immerhin kann jedoch auch auf die Ports Collection von FreeBSD zurückgegriffen werden, so dass sich das Ganze wohl noch weiter ausbauen/anpassen lässt....

Posted by cpunk | Categories: random stuff, debian, BSD