Mon, 16 Aug 2010
QOTD: Tor
»Research, attack, and improve the Tor design. [...]
Turn the research into code.«
Tor-Entwickler Andrew Lewmann auf der Mailingliste or-talk.
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Mon, 26 Oct 2009
Tor fürs Smartphone
Vor wenigen Tagen gab Nathan Freitas in seinem Blog
bekannt, dass er erfolgreich eine Tor-Version auf dem Android-Smartphone installiert habe.
Freitas arbeitete daran als Teil seines Engagements im Guardian-Projekt,
das sich der anonymen und sicheren Kommunikation mit Google's Opens-Source Mobilplattform Android widmet.
Im Zuge des Guardian-Projekts, das vor ein paar Monaten schon einen Preis im Zuge der
UC Berkeley Human Rights Center Mobile Challenge
erhalten hatte, wurde nun der Tor-Client Orbot entwickelt, der wie auf
dem PC Vidalia oder Tork
die Prozesse der Anonymisierungssoftware steuert.
Orbot ist komplett in C geschrieben, und soll weniger Ressourcen benötigen, als die entsprechenden bisherigen
Implementierungen in Java. Über Versuche, Tor auf dem Android zu installieren wurde schon
vor einem Jahr berichtet, und es gibt
weiterhin die - allerdings nicht stark frequentierte - Mailingliste zu Tor-in-Java:
Freitas scheint mit seiner Orbot-Entwicklung nun allerdings bereits am weitesten vorangekommen zu sein, und ruft zu aktiver
Mitarbeit auf.
Danke an byebyeapplecomputer für den Tip!
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Sun, 18 Jan 2009
Dingledine erklärt Tor...
... in weniger als vier Minuten:
»Our role is to give a tool to people who want to change their world however they want to change it. And there
are a lot of people out there who want the world to be different, and want to be able to learn things, and want
to be able to publish things.
And we are sympathetic to them, but our role is just to give them more
options and let them do whatever they want to do.
So at the same time as writing tools like this there are
plenty of people out there who need to do whatever they need to do - to change the world.«
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Mon, 29 Dec 2008
25C3: Verwundbarkeiten in Tor
Roger Dingledine, Teamleiter des
Tor-Projekts gab heute auf dem
Chaos Communication Congress
einen kurzen Überblick über praktische und theoretische
Verwundbarkeiten des Tor-Netzwerks.
Viele der Probleme, seine Anonymität trotz Nutzung von Tor zu
verlieren, werden laut Dingledine durch die Nutzung des Browsers
Firefox
und dem Addon Torbutton behoben:
Vor allem Javascript-Reloads nach ein/aus-schalten Tors und Gefahren durch
Flashanimationen die wahre Identität zu offenbaren, seien dadurch behoben.
Dingledine riet daher ausdrücklich, Tor nicht mit anderen Browsern und ohne Torbutton
zu nutzen. Eine weitere sichere Möglichkeit sei die Nutzung der Incognito-LiveCD, die sich
innerhalb von Windows-Betriebssystemen via Qemu starten lasse, und alle mitgelieferten
Programme für die anonyme Nutzung via Tor vorkonfiguriert liefere.
Die Möglichkeiten, dass darüber hinaus Tor-ServerbetreiberInnen die
Identitäten der BenutzerInnen herausfinden können, schienen (imho) vor
allem theoretischer Natur zu sein und allesamt zumindest erheblichen Aufwand zu
bedürfen.
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Sat, 20 Dec 2008
Video: How to circumvent censorship
Das Video ist schon eine Weile online, trotzdem soll es auch noch einmal an dieser Stelle lobend erwähnt
werden: Der Howcast-Clip
»How To Circumvent an Internet Proxy«
bietet in nur vier Minuten einen Schnellkurs, wie man (staatliche) Zensur umgehen kann: Durch die Benutzung
offener Proxies, oder auch der Anonymisierungssoftware Tor bspw.
in Verbindung mit dem Tor Browser Bundle. Ein gewagtes
Unternehmen, das alles in unter fünf Minuten - inkl. Erläuterung, was ein Proxy überhaupt macht -
unterzubringen. Aber es hat funktioniert, und es ist sehr gut (und auch DAU-fähig) geworden:
via: https://blog.torproject.org/
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Sun, 07 Dec 2008
How To Bypass Internet Censorship
FLOSS Manuals Release Circumvention Book, How To Bypass Internet Censorship
December 4, 2008, Amsterdam
A new book released by FLOSS Manuals, How to Bypass Internet Censorship, describes circumvention tools and explains why you might want to use them, and honestly describes the risks you must consider before circumventing blockers or monitors. Blockers and monitors restrict access to areas of the Internet, and this book describes simple techniques for bypassing those restrictions. The book can be read or downloaded for free as a PDF from flossmanuals.net, or you can purchase a high-quality printed copy of the 200 page book through Lulu, an on-demand printer, at http://www.lulu.com/content/4904448 for €10.83 ($14.00).
Vorgestellt werden in diesem frei verfügbaren Buch Hintergründe zur Internetzensur und einige Techniken,
wie diese umgangen werden kann: Die sieben Autoren des Bandes befassen sich unter anderem mit
Webproxies, Tor, JonDo,
OpenVPN und ssh-Tunneling - das alles leicht verständlich und gut nachvollziehbar.
Lizensiert ist das 200seitige Buch unter der GPL v.2.
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Tue, 05 Aug 2008
Incognito 2008.1 released
Um dieses in letzter Zeit leider etwas eingeschlafene Blog wieder zu reaktivieren, hier der Hinweis auf eine
neu erschienene Version der Live-CD Incognito.
Das angebotene ISO-Image enthät
ein lauffähiges Gentoo Linux mit Kernel 2.4.24. In der offiziellen
Ankündigung heisst es, dass dieses
Image von CD, USB (mit Option einer verschlüsselten home-Partition) und in virtuellen Umgebungen laufen
sollte.
Durch die Nutzung von Incognito bewegt man sich anonym im Netz, da alle Internetverbindungen vorkonfiguriert sind,
Tor zu nutzen. Neu aufgenommen wurden u.a. die Programme
KeePassX, ein Passwort-Manager, und der Gnu Privacy Assistant, als grafische Oberfläche zu GnuPG.
Entfernt wurden hingegen die Chat-Clients Ksirc und Kopete, da beide dem
Gegenüber zu viele Informationen über den User preisgeben - bevorzugt werden nun
XChat und Pidgin.
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Tue, 01 Jul 2008
Incognito nun Tor-lizenziert
Vor einiger Zeit hatte ich mal in einem Artikel
geschrieben, dass dortige Erwähnung der Tor-LiveCD Incognito
die letzte gewesen sein könnte... Dem war nicht so:
Vor ein paar Tagen haben die Tor-Entwickler mit dem Incognito-Macher eine Lizenzvereinbarung getroffen, die es
dem anonymen LiveCD-Entwickler erlaubt, das offizielle
Tor-Logo zu verwenden. Damit erkennen die
Tor-Entwickler die Transparenz, Open-Source-Basis und die Qualität der von usb-Stick oder CD zu startenden
Incognito-Distribution an. Diese baut wesentlich auf Tor auf, und anonymisiert den gesamten Traffic während
man diese CD benutzt.
Eine neue Incognito-Version mit aktuellen Programmversionen und kleinen Bugfixes soll
im übrigen noch diesen Monat erscheinen.
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Sat, 14 Jun 2008
New Tor is out
Heute gab einer der Tor-Entwickler, Roger Dingledine, die
Veröffentlichung einer neuen Version der Anonymisierungssoftware
bekannt.
Die Version 0.2.0.28-rc schließt einen anonymitätsrelevanten Bug, verbessert die Performance der
Hidden Services und bietet
einige kleinere Fehlerbehebungen. Entsprechende Installationspakete finden sich im
Downloadbereich des Torprojektes.
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Tue, 10 Jun 2008
Anonymes Postfach im Netz
Die German Privacy Foundation stellte gestern ihr neues anonymes
Kontaktsystem vor, die PrivacyBox.
Für die Nutzung dieses Systems muss lediglich ein Accountname registriert werden, und schon können
über die PrivacyBox anonym Nachrichten empfangen werden. Dazu bietet die Privacy Foundation ein
Kontaktformualar, über das Nachrichten und kleine Dateien für bekannte Accounts hinterlegt werden.
Die Daten werden entweder verschlüsselt auf den Servern hinterlegt, oder per Mail an den/die
EmpfängerIn weitergeleitet. Hinterlegte Nachrichten können außerdem per POP3s abgerufen werden.
Um die Anonymität aller Beteiligten zu gewährleisten, wird die Nutzung des Dienstes über das
Tor-Netzwerk empfohlen - insbesondere, da im Zuge der
Vorratsdatenspeicherung ab dem 1.1.2009 die
IP-Adressen der NutzerInnen gespeichert werden müssen. Der Dienst kann daher sowohl per Webinterface
im www sowie über einen
Tor Hidden Service erreicht
werden.
UPDATE: Natürlich sollte bei der Benutzung dieses Systems immer auf eigens verschlüsselte
Dateien und Texte geachtet werden. Ansonsten können die AdministratorInnen dieses Dienstes - ohne
böses unterstellen zu wollen - die erst serverseitig verschlüsselten Inhalte einsehen.
Verwiesen sei an dieser Stelle auch noch auf einen Dienst des CCC: Durch
deren anonbox lassen sich völlig anonyme
Wegwerf-Email-Adressen generieren, die maximal 24 Stunden lang gültig sind.
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Thu, 15 May 2008
Debian Openssl-Bug und Tor
Das Openssl-Problem
bei Debian-basierten Distributionen hat auch Folgen für die BenutzerInnen des Anonymisierungs-Tools
Tor, wie Entwickler Roger Dingledine in einer
ersten Mail darlegte. Welche
Folgen das Ignorieren der Sicherheitshinweise haben kann, beschreibt Dingledine im Tor-Blog:
The Debian OpenSSL flaw: what does it mean for Tor clients?
Alle betroffenen Tor-Server sollte man also ab sofort (am besten seit zwei Tagen ;-) nur noch mit neu generierten Keys betreiben!
Nur dadurch kann der worst case, dass nämlich jemand Tor-Verbindungen entschlüsseln und komplett mitlesen kann,
verhindert werden:
apt-get update
apt-get upgrade
/etc/init.d/tor stop
rm /var/lib/tor/keys/secret_*
/etc/init.d/tor start
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Wed, 30 Jan 2008
Neue Tor-Distributionen
Steven J. Murdoch gab heute die Verfügbarkeit eines neuen Firefox-Tor-Vidalia-Bundles bekannt. Das Projekt befindet sich noch
in den Kinderschuhen, und sollte daher noch ausgiebig getestet werden. Der Tor-browser-bundle erinnert
an das früher mal erhältliche Torpark, und kann ab sofort hier heruntergeladen werden.
Installiert werden kann das Paket auf der Festplatte, oder auch auf den usb-Stick - so kann man
bspw. auch in Internet-Cafes anonymisiert das Netz ersurfen. In dem Bundle enthalten sind Vidalia (svn trunk
revision 2337), Tor (0.2.0.18-alpha), FirefoxPortable (2.0.0.11) und
Polipo (1.0.4).
Außerdem gab es auch gleich die erste 2008er Version der Tor-LiveCD Incognito, wie der neue anonyme Entwickler bekannt gab. Leider wurde der
Windowmanager Fluxbox von der CD gekippt, und nur noch auf
KDE gesetzt - schadeschade. Daneben wurden ein paar Bugs beseitigt und auf neuere Programmversionen
zurückgegriffen. Unter anderem enthalten sind Tor (0.1.2.19), Thunderbird (2.0.0.9), Firefox
(2.0.0.11), TorK (0.26), Vidalia (0.16) und der Linux kernel 2.6.23.
Der bisherige Entwickler Pat
Double hat damit die Entwicklung komplett abgegeben. Leider muss nun also auf Fluxbox, und auch auf die
Entwicklung von Incognito-tiny, einer 50MB Mini-Version der LiveCD verzichtet werden...
Mal schauen, ob
unter diesen Umständen an dieser Stelle noch weiterhin auf dieses Projekt hingewiesen wird....
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Sat, 26 Jan 2008
Pidgin leaks-DNS
Nach einem Hinweis auf der or-talk-Mailingliste,
überprüfte ich heute auch einmal das Verhalten des Instant-Messengers Pidgin (2.3.1) während des Verbindungsaufbaus durch das
Anonymisierungstool
Tor. Das Ergebnis durch die Eingabe von
tshark -S -i NETWORK_DEVICE -R dns
zeigte eindeutig, dass die DNS-Anfragen bei Nutzung des Jabber/xmpp-Protokolls an Tor vorbei liefen, Pidgin also direkt die Nameserver kontaktiert - dadurch die Anonymisierung des Verbindungsaufbaus also umgeht. Bei Nutzung des ICQ-Protokolls scheint alles sauber zu funktionieren, einzig bei Jabber/xmpp gibt es eindeutig ein Loch.
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Sat, 29 Dec 2007
24C3 - die dritte, tag 3
In seinem diesjährigen Vortrag auf dem 24C3 berichtete Roger
Dingledine, der Entwickler des Anonymisierungstools Tor, über aktuelle
Entwicklungen innerhalb des Tor-Projekts, beispielsweise der in der
neuesten Tor-Version eingeführten Entry
Guards... Aufgrund der in den letzten Monaten in D-Land vermehrten
Repressionen gegen Tor-Serverbetreiber und der ab 2009 auch auf
Anonymiesirer zukommenden Vorratsdatenspeicherung, sah es Dingledine als
besonders wichtig an, gegen die Kriminalisierung des Betriebs solcher
Server aktiv zu werden. In den nächsten Wochen wird der Entwickler
daher in Kontakt mit deutschen Juristen treten, um sie für die
Problematik zu sensibilisieren und Hilfe gegen die Beschlagnahmung von
Tor-Servern zu finden. Er bat ausserdem eindringlich darum, ihm Juristen
zu nennen, die der Thematik nicht gänzlich ignorant
gegenüberstünden.
Im späteren Vortrag zum elektronischen Reisepass präsentierten
am Abend Constanze Kurz und starbug als krönenden Abschluss einen
Fingerabdruck Wolfgang Schäubles, der in naher Zukunft als
Druckvorlage zum Download bereitgestellt werden soll, um es
Interessierten zu ermöglichen, diesen für eigene Zwecke zu
'gebrauchen'... Vorgefertigte Schäuble-Abdrücke, die man sich
bei Gelegenheit anlegen kann, soll es später sogar zu kaufen geben.
Mal schauen also, in welchen Szenarien/an welch obskuren Orten in
Zukunft auf einmal ein echter 'Schäuble auftaucht... :D
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Tue, 11 Dec 2007
die alte leier...
Neil McGovern erklärt uns heute in seinem Blog, dass Privatsphäre und Anonymität im Internet nicht das gleiche sind - und dass man auch nicht zwingend privat und anonym im Internet unterwegs ist, wenn man Tor benutzt. Inzwischen sollte das doch jedeR mitbekommen haben?
So, the question is: do you want privacy or anonymity when using the internet? You need to know what you want before you use a tool, as nothing can beat user education on how to keep your browsing details out of the 'wrong hands'.
http://blog.halon.org.uk/2007/12/11#tor-01
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Fri, 09 Nov 2007
Aus gegebenem Anlass...
Aus gegebenem Anlass sei hier noch einmal
ausdrücklich auf das Anonymisierungstool Tor hingewiesen. Ausserdem
gibt
es seit ein paar Tagen wieder eine
neue Version der LiveCD/USB Incognito.
Mit den Incognito-Images kann man sich anonymisiert im Netz bewegen, da alle Verbindungen automatisch durch
Tor �geschleust� werden. Gerade jetzt, da in bälde die gesamte Telekommunikation in
D-Land überwacht wird, ist eine Anonymisierung schließlich wichtiger denn je.
Auch �Scharfe Reaktionen auf Absegnung der
Vorratsdatenspeicherung� werden das neue Gesetz, das alle Menschen erstmal unter
Generalverdacht stellt, nicht mehr stoppen - bleibt nur noch die Hoffnung auf einen Erfolg der
angekündigten Verfassungsbeschwerde, der sich bisher
bereits über 7000 Leute angeschlossen haben.
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Thu, 01 Nov 2007
Vidalia/TorK schnell updaten!
Gregory Fleischer gab gestern auf einer Mailingliste des Anonymisierungstools Tor eine bestehende Sicherheitsl�n Vidalia bekannt. Vidalia ist ein plattformübergreifend
verfügbares Bundle der Pakete Tor und Privoxy. Mit Vidalia
können die User einfach über eine GUI alle nötigen Konfigurationseinstellungen für den
installierten Tor-Client/Server vornehmen.
BenutzerInnen von Windows und Mac OS X sollten nun Vidalia möglichst schnell auf den neuesten Stand
bringen: In den Versionen vor 0.1.2.18 wurde bei ihnen eine Privoxy-Konfigurationsdatei installiert, die es
bösen WebseitenbetreiberInnen und auch BetreiberInnen von Tor Exit-Nodes erlaubt, Code in das lokale
System einzuschmuggeln und/oder die Konfigurationen zu manipulieren.
Noch am selben Tag bestätigte Robert Hogan diesen Fehler auch für das Vidalia-ähnliche
Bundle TorK.
Hogan wollte noch vor morgen eine aktualisierte Version 0.22 von TorK zur Verfügung
stellen.
UP Das betrifft anscheinend nicht nur die Bundles - auch in meiner Privoxy-Installation unter
Debian war zumindest die in der Warnung angesprochene Option �enable-remote-http-toggle�
standardmäßig aktiviert.
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Tue, 16 Oct 2007
User-Agent-Generator
Wer sich mit Hilfe des Tools Tor im Internet bewegt, ist
bekannterweise schon höchst anonym im Netz unterwegs - wenn man ein paar Dinge beachtet
zumindest.
Wer durch Tor im Internet surft, �erhält� schon alle paar Minuten eine neue, nach außen
sichtbare IP-Adresse, die eine Identifizierung des jeweiligen Users nahezu unmöglich macht.
Was sich allerdings auch durch Tor nicht ändert, ist der jeweilige User-Agent-String des benutzten
Browsers, wie bspw.:
Mozilla/5.0 (X11; U; Linux x86_64; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070723
Iceweasel/2.0.0.6 (Debian-2.0.0.6-0etch1+lenny1
Der sagt schon ein paar Dinge über BesucherInnen einer Webseite aus - und hat durchaus noch einen
erhöhten Wiedererkennungswert, benutzt man eher selten vorkommende Browser, wie Galeon oder Epiphany.
Fabian Keil hat dieses Problem schon vor längerer Zeit durch ein kleines Skript gelöst:
durch uagen,
dem Firefox-User-Agent-Generator. Man kann durch die Kombination von Tor und Privoxy zwar schon einen fremden User-Agent vortäuschen, leider
aber nur statisch. Durch uagen kann nun, eingebunden als Cronjob,
in beliebigen Zeit-Intervallen immer wieder ein neuer Agent-String generiert werden...
standardmäßig natürlich nur *NIX-Agents ;) - zusätzlich kann bei der
Gelegenheit sogar noch der Language-String mit verändert werden.
Die Installation steht also in jedem Fall als nächstes auf der Todo-Liste!
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Sun, 30 Sep 2007
New Incognito
Gestern gab Pat Double, der Entwickler der Tor-LiveCD die
Veröffentlichung einer aktualisierten Version bekannt. Diese Version kann nun erstmals
als virtuelle Umgebung innerhalb eines Windows-Desktops gestartet werden - und so anonymes surfen an
Rechnern ermöglichen, die man nicht von CD booten kann.
Die Incognito-LiveCD enthält daneben noch aktualisierte Versionen von Firefox, dessen NoScript-Addon
und TorK... Links zum Download der zwei verfügbaren Versionen finden sich hier.
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Thu, 20 Sep 2007
Zwiebel-Routen im Jungle
Heute erschien mal wieder ein lesenswerter Artikel in der Jungle World, in dem erklärt wird, wie man sich möglichst anonym im Internet bewegen kann. Meine 4cent dazu:
Es gibt Firefox-Extensions, die die Anonymität im Netz gefährden. Momentan sind nur noch Flagfox II und Google Toolbar verzeichnet. Es gab allerdings auch mal Warnungen vor Show MyIP. Desweiteren wurde neben der Benutzung von NoScript immer dringend zum zusätzlichen Gebrauch der Extension QuickJava geraten.
Im Artikel erwähntes JAP, welches nun in der kommerziellen Variante JonDo heisst, sollte trotz kinderleichter Bedienung nicht der Vorzug vor Tor gegeben werden! Schliesslich wurde schon einmal eine einstweilige Verfügung umgesetzt, und eine Protokollfunktion eingebaut. Außerdem verfügt Tor über eine viel grössere Anzahl an dezentralen Servern überall auf der Welt, was eine Überwachung nahezu unmöglich macht.
Bezüglich TorParks gab es schon Ende 2006 einige unbeantwortete Fragen an dessen Entwickler, gestellt von Roger Dingledine, einem der Tor-Maintainer. Bei Interesse verfolge man einfach den verlinkten Thread weiter. Die Entwicklung von TorPark wurde zudem schon vor längerer Zeit aufgegeben, und in ein kommerzielles Projekt (XeroBank Browser) umgewandelt.
btw: schön, dass der Autor des Artikels meinen alten Lieblingsbrowser Galeon erwähnt... :) Wenn auch der leider seit über einem Jahr nicht mehr weiter entwickelt wird...
Tor ist im übrigen auch nur so intelligent, wie die User, die es benutzen: Anonym heisst natürlich nicht verschlüsselt, wie bspw. hundert Botschaftsangehörige verschiedener Staaten erfahren durften. :-D
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Tue, 18 Sep 2007
Incognito und QEMU
Der Ersteller der Tor Anonymisierungs-LiveCD Incognito
sucht derzeit Leute, die seine aktuellen Images in Windows 2000/XP/Vista testen. In einer Mail an or-talk schreibt er, dass die neue
Version seiner LiveCD innerhalb eines laufenden Windows-Systems mit QEMU gestartet werden kann.
Durch diese Möglichkeit kann dem Problem abgeholfen werden, dass man öffentlich zugängliche
Rechner oft nicht ganz einfach von CD/USB booten kann. Das zu testende Image findet sich unter files1.cjb.net
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Sat, 08 Sep 2007
quote of the day
But the interesting point is this: if Tor is worth targetting for your Trojans, then Tor has entered popular culture. Which rocks.
(Ben Laurie)
Naja, das Zitat ist schon von vorgestern, wurde aber erst gerade von mir entdeckt. Es bezieht sich auf eine derzeit kursierende Spammail, in der dazu aufgefordert wird, von einer gefakten Homepage einen als Tor getarnten Trojaner herunterzuladen...
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Thu, 06 Sep 2007
New Incognito-CD is out
Pat Double gab gestern die Veröffentlichung einer neuen Version seiner Anonymisierungs-Live-CD Incognito
bekannt. Er schreibt in seinem Announcement, dass er die
Versionskennzeichnung auf das jeweilige Datum des benutzten Schnappschusses geändert habe.
Incognito 20070824.1 enthält nun die aktuelle stabile Version des Anonymisierungs-Tools Tor (0.1.2.17), KDE 3.5.7 und zum ersten Mal auch den Mplayer. Außerdem
enthalten sind unter anderem: das CookieSafe Firefox Add-on, das NoScript Add-on, EnigMail und
TrueCrypt... Es gibt ein ca. 350MB großes, und ein ca. 50MB großes tiny-Image zum herunterladen.
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Sat, 01 Sep 2007
Macht ein Tor-upgrade!
Gestern gab einer der Entwickler des Anonymisierungs-Tools Tor, Roger Dingledine, die Veröffentlichung einer neuen Version bekannt. Die häufigste Begründung, warum man Tor nicht benutzt, ist sicherlich die oft mangelnde Schnelligkeit beim surfen im Web. Das soll nun mit der neuen Version 0.1.2.17 ganz anders werden:
this Tor update fixes major load balancing problems with path selection, which should speed things up a lot once many people have upgraded.
Es müssen nur schnell genug möglichst alle Tor-AnwenderInnen das Upgrade machen! In einem heutigen Aufruf an die Mailingliste or-talk berichtet Mike Perry, dass das Tor-Netzwerk nach seinen Berechnungen vier Mal schneller werden könnte, wenn erstmal alle auf dem neuesten Stand sind:
the latest Tor stable should provide significant performance/capacity increase once most clients upgrade. According to my measurements with TorFlow, there should be roughly four times as much capacity once the network rebalances.
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Fri, 03 Aug 2007
Torpark schon lange gestorben...
Durch einen Artikel auf fixmbr.de über den Tod von Torpark wurde ich heute dazu gebracht, mal ein wenig in meinen
kleinen Archiven und Logfiles nachzustöbern... Erinnerte ich mich doch daran, dass Torpark schon eh und
jeh ein nicht unumstrittenes Projekt war.
Schon im November 2006 legte Roger Dingledine, einer der Tor-Entwickler, in der Mailingliste or-talk eine lange Liste offener Fragen bezüglich Torpark
vor. Dingledine scheint das Projekt doch mit sehr gemischten Gefühlen betrachtet zu haben. Verfolgt man
den Thread ein
wenig weiter, konnten die Fragen auch nicht wirklich zur Zufriedenheit beantwortet werden, wie Steven
Murdoch in seiner Antwort beschrieb -
offensichtlich verhielt sich Torpark tatsächlich anders, als es laut Dokumentation sollte.
Die Einführung eines kommerziellen Anonymisierungsdienstes wurde schließlich im April 2007 durch
Arrakistor im Tor-IRC Channel angekündigt.
(00:53:28) arrakis: steve, i wish i could say more but I am under secrecy. it will be a commercial tor network that will benefit the whole public tor network as well.
[...]
(00:55:06) arrakis: steve: it will service the public network as well. we like giving back, it helps everyone.
Immerhin kündigte er damals eine eventuell in Frage kommende Unterstützung des Tor-Teams an:
(00:56:55) rollanothernumber: arrakis: I think it would be better to support the existing tor network/developers financially
(00:58:03) arrakis: rollanothernumber, its a good thought. and maybe we will. that is something between Torrify and the Tor project to discuss however.
Wie man aber über ein kommerzielles Projekt seine Anonymität wahren soll, wurde an dieser Stelle nicht geklärt. Ich zumindest finde die Darlegungen �Privacy vs Profits� des XeroBank-admins Steve Topletz nicht sonderlich überzeugend - und bleibe lieber bei dem etwas langsameren, dafür aber vertrauenserweckenderen Original-Tor.
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Sun, 29 Jul 2007
Papers in Anonymity
Durch Roger Dingledines Hinweis im Tor IRC channel
(#tor on irc.oftc.net), wurde ich gestern nacht auf eine interessante
Sammlung an Papern aufmerksam, die allesamt das Thema Anonymität im Internet zum Thema haben.
Unter freehaven.net/anonbib finden sich allerlei pdf-
und Postscript-Dokumente aus den letzten 30 Jahren zum Thema. Dabei geht es beispielsweise um
»Verschlüsselung als Mittel gegen Traffic Analysen«, anonyme Remailer, anonyme Kommunikation
allgemein, peer2peer- und natürlich um das Tor-Netzwerk.
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Wed, 25 Jul 2007
Incognito r192 LiveCD veröffentlicht
Heute gab Pat Double die Veröffentlichung einer neuen Version seiner LiveCD Incognito
bekannt.
Mit diesem Image ist es möglich, so anonym als möglich in Internet zu surfen. Bootet man von der
CD,
sind alle Programme die sich mit dem Internet verbinden, so vorkonfiguriert, dass sie dies nur durch das
Anonymisierungsprogramm Tor hindurch tun.
Enthaltene Programme sind zum Beispiel Firefox 2.0.0.5, Thunderbird 2.0.0.5, XChat, kopete (inkl. Off The
Record Verschlüsselung, OTR), Pidgin (inkl. OTR) - und natürlich die aktuellste Tor-Version
0.1.2.15. Ausserdem ist TrueCrypt enthalten, welches gleich das erstellte home-volume verschlüsselt.
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Thu, 12 Jul 2007
Patch für Tor-Nodes auf vservern
Nachdem es in der Vergangenheit immer Probleme mit dem Betreiben von schnellen Tor-Nodes auf vservern gab, wurde
nun ein patch veröffentlicht, der es auch Mietern dieser günstigen Servervariante ermöglichen soll,
mehr Datendurchsatz anzubieten.
Zu finden ist der Patch im Archiv der englischen Tor-Mailingliste, und sollte nun erst einmal getestet werden.
Wer nachlesen möchte, worum es da genau geht, verfolge einfach den ganzen ursprünglichen Thread.
Das Problem war anscheinend, dass auf vservern zu geringe Ressourcen für die xmit/recv Buffer der TCP-sockets zur Verfügung stehen, die Tor benutzt. Mit diesem Patch kann man nun die Puffergröße für Tor verkleinern - ohne natürlich den Grad der Anonymität einzuschränken.
Roger Dingledine, einer der Tor-Entwickler schrieb dazu:
*g*Interesting idea. If you would whip up a patch, I'll add a new config option "CheapServer 1" (suggestions for a better name? ;) and put it in as an experimental feature.
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Tue, 10 Jul 2007
Next news from Germany...
Dass die Betreiber eines Tor Exit Nodes in Deutschland nicht mehr vor
schikanösen Zugriffen durch die Behörden sicher sind, dürften die meisten
wohl seit spätestens September vergangenen Jahres zähneknirschend zur Kenntnis genommen haben.
In einer Welle von Beschlagnahmungen und Durchsuchungen wurden damals deutschlandweit laut einer
Aufzählung
in Kai Ravens Blog mindestens vier Tor-, und ein JAP-Server in kurzer Zeit einkassiert.
Weiter ging es dann im Dezember, als ein weiterer Tor-Admin seines Servers entledigt wurde, weil das BKA seine
IP-Adresse in einem "Beobachtungs-Log" ausfindig gemacht hatte. Als Begründung für die Kündigung des Server-Mietvertrages
genügte laut diesem weiteren Blogeintrag nur ein Wort: "Pornographie" - dem Totschlagargument also, das immer gegen Tor ins Feld geführt wird.
Eben dieser Betreiber um den es hier ging, hat sich nun wieder mit Negativnachrichten über D-lands Behörden an die Öffentlichkeit gewandt. In einer Mail "Next news from Germany" an die englische Tor-Mailingliste, beschreibt er seine weiteren Erfahrungen:
Nach einem anonymen Hinweis, dass seine Telekommunikationsdaten überwacht würden, erbat er Auskunft bei
den entsprechenden Behörden. Ohne Erfolg allerdings - die Auskunft wurde verweigert, und er beschreibt in seiner Mail, warum:
Over the last months, I tried to figure out, what happens. I contact the data protection official of Germany for help. Like me, he did not get any information because the prosecution denied any information with the reason:
"Any information will compromise the security of Germany or one of its parts."
(§19 Absatz 6 Bundesdatenschutzgesetz )
I compromise the security of Germany, seems I am a terrorist or something like that. The anti-terrorism-law in Germany is not a joke, nothink I want to feel by myself. I contact a lawyer and he said, this is not a game, it is real!
Laut Aussage des betreffenden Admins, handelt es sich bei den Vorwürfen ihm gegenüber um die Publikation von Anleitungen zur Anonymisierung auf www.anon-web.de, um den Betrieb des Tor Nodes "Knuffel" und des Mixmaster Remailers "awxcnx".
Verständlicherweise zieht er nun die Konsequenzen, und kündigte an:
Conclusion: The TOR node "knuffel" is down and will not come back. Please remove it from the directory. All my contact addresses and online identities related to this kind of stuff will be closed next time.
I have a german website with some stuff about anonymity. It will go down in 2-3 weeks. May be, some german gay want to download and save some of my work. I will prepare an offline version of the website:
http://www.anon-web.de
Auf der Tor-Mailingliste wurde inzwischen angeKündigt, dass die Webseite bald gespiegelt werden wird. Das wird Karsten N. persönlich leider nicht viel bringen. Ihm bleibt wohl nichts weiter übrig, als sich einen guten Anwalt zu nehmen. Auf einer Mailingliste des CCC gab es immerhin bereits den Vorschlag, eine Spendenaktion für die bald anfallenden Anwaltskosten ins Leben zu rufen.
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Sun, 08 Jul 2007
ROCKate: Hackerparagraph fordert erstes Opfer
Nun ist es also so weit: Nachdem der deutsche Bundestag am 25.05.2007 den sogenannten Hackerparagraphen abgesegnet hat, gibt es nun die Ersten, die sich aufgrund der zu befürchtenden Konsequenzen ins stille Kämmerlein zurückziehen.
Benjamin Schieder gab nun in einer Mailingliste des Anonymisierungsprogramms Tor bekannt, dass er aus Angst vor einer möglichen Kriminalisierung seiner Arbeit die Weiterentwicklung der Tor-Live-CD ROCKate aufgeben werde. Durch Benutzung besagter Live-CD ist es BenutzerInnen möglich, sich anonym im Internet zu bewegen.
Da nun auch der Bundesrat die umstrittene Novellierung des Strafgesetzbuches gebilligt hat, bleibt nur noch zu hoffen, dass sich EntwicklerInnen ausserhalb D-lands finden, um die Anonymisierungs-CD weiter zu entwickeln.
Hier Benjamins Mail im Wortlaut:
Hi people.
In response to a law that passed the german legislative today, I will cease production, development and distribution of ROCKate binaries and - maybe - even source code soon.
The reasen is §202c StGB which states (IANAL translation):
"Producing, acquiring, selling, giving, distributing or making-accessible of passwords or other access codes as well as computer programs whose aim it is to commi a crime ... will be punished with up to one year in jail or a fine."
See also: http://www.phenoelit.de/202/202.html
Basically, these waters are too hot for me to tread in. Though the official reading of the wall - reading from politicians that is - says that they only target 'criminals' and there is no need to worry with the wording, nobody knows when some underworked lawyer thinks he might go on to sue the ass off of everyone in IT.
If someone wants to mirror/host/develop ROCKate further, be my guest. If you need technical assistance, I can offer guidance, but I probably won't write a single line of code anymore. Sorry.
Greetings,
Benjamin
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