Tue, 10 Mar 2009
Studentenwerk Göttingen empfiehlt: Stop RFID
![]() Bildausschnitt: Webseite des Studentenwerks Göttingen. |
An dieser Stelle wurde ja schon ein paar Mal über die unsicheren Studierenden-Chipkarten der
Universität Göttingen geschrieben, und auch die
Basisgruppe fIMP hat vor gar nicht so langer Zeit einen Kommentar dazu veröffentlicht.
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Sat, 12 Jul 2008
Mifare-Chipkarten kopieren
Wie einfach sich die Mifare-Chipkarten,
die auch die Uni Göttingen für ihre Studierendenausweise einsetzt, kopieren lassen, zeigt ein kleines Video der Radboud-Universität Nijmwegen:
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Wed, 02 Jul 2008
Chipkarten mal wieder
Vor ein paar Monaten gab es hier schonmal nen Artikel zu rfid-Chipkarten:
Chipkarten der Uni Göttingen unsicher
Nun stieß mich aktuell ein Blogeintrag (�The big RFID shakeup�)
wieder auf diese Geschichte: Es gelang aktuell durch einen recht einfachen Hack ein paar Niederländern,
immerhin einen Tag lang die Londoner U-Bahn kostenlos nutzen zu können. Dazu kopierten sie, mit Laptop und
Kartenleser ausgerüstet, einfach die funkenden Fahrkarten vorbeigehender Fahrgäste.
Artikel darüber finden sich beispielsweise
hier und
hier.
Diese Geschichte hat das niederländische Innenministerium immerhin dazu bewogen, die 120.000 Chipkarten,
die dort als Zugangskontrolle zu Gebäuden dienten, auszutauschen. Auch in Göttingen war es zumindest zeitweise
möglich, an einem Kaffeeautomaten die Chipkarte mit den Daten eines anderen Benutzers komplett
überschreiben zu lassen. Vollzieht man diesen Hack der Londoner Fahrkarten nach, sollte es im Grunde
auch hier möglich sein, anderer Leute Chipkarten - ohne deren Wissen - zu kopieren und auf deren Kosten
bezahlen zu können. Achja, die U-Bahn-Fahrkarten enthielten im übrigen den auch in Göttinger
Studierendenausweisen verbauten Mifare-Chip. ;)
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Fri, 28 Mar 2008
Chipkarten der Uni Göttingen unsicher
Wie heute die Netzeitung in einem Artikel veröffentlichte,
wurde nun erstmals ein weit verbreiteter Funk-Chip des Typs MIFARE-Classic
geknackt. Die Online-Zeitung bezieht sich damit auf einen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift
c't: Demnach war es den Experten möglich, die
Verschlüsselung des entsprechenden RFID-Chips zu knacken, die darauf gespeicherten Daten
auszulesen und zu kopieren.
Die Netzeitung erwähnt in ihrem Artikel wie beliebt dieser Chip sei, und dass möglicherweise
Hunderttausende Studierende betroffen seien, die mit solchen Chipkarten beispielsweise in der Mensa
bezahlen...
Auch die Universität Göttingen hat gerade vor wenigen Semestern auf Studierenden-Ausweise mit
RFID-Chips umgestellt, und setzt dabei auf den Mifare-1-Chip, wie sie selbst auf ihrer Homepage
kundtut, der eben jenem oben verlinkten
Mifare-Classic entspricht. Auf den Chipkarten der Universität Göttingen sind nicht nur
Matrikelnummer und Bibliotheksnummer der BesitzerInnen gespeichert, sondern werden diese auch als elektronische Geldbörse eingesetzt.
Das Sicherheitsmerkmal, das die Göttinger Universität veröffentlichte:
Ein Auslesen der Schlüssel während der Kommunikation des Chips mit einer Kartenleseeinheit wird durch Verschlüsselung dieser Kommunikation unterbunden.
ist also nun besser zu streichen. Währenddessen warten wir auf explosionsartig ansteigende
Essensausgaben in der Mensa und Buchausleihen aus der Bibliothek - durch imaginäre
DoppelgängerInnen nichtsahnender Studierender...
UPDATE I:
Nähere Informationen darüber, wie der Hack vonstatten ging, finden sich bei Karsten Nohl und in einem Vortrag des letzten Chaos
Communications Congress, dem 24C3.
update via Vorlon
UPDATE II:
Interessant dazu dieser Artikel auf den Seiten von golem.de:
Die Verschlüsselung der weit verbreiteten MiFare-RFID-Chips des Herstellers NXP lässt sich in Sekundenschnelle brechen, ohne direkten Zugang zum Chip zu haben. Es genügt, die verschlüsselten Daten aus ein paar Metern Entfernung abzuhören.
Auch Heise titelt nun: Aus für RFID-System Mifare Classic?
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Thu, 27 Mar 2008
RFID und Vorratsdatenspeicherung
Heute habe ich nach langer Pause auf diesen Seiten erst einmal wieder zwei kleine Lesetipps:
Zum einen veröffentlichte die Jungle World in ihrer heute
erschienen Ausgabe ein kleines Interview mit padeluun, dem Gründer
des FoeBuD und wichtigem Vetreter des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Das Interview
thematisiert natürlich die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur
Vorratsdatenspeicherung, den AK Vorrat und allgemein staatliche Überwachungsmaßnahmen:
�B�ukturen statt Barrikaden�, padeluun,
K�r und Netzaktivist.
Außerdem titelt die ver.di-Zeitschrift biwifo (Bildung, Wissenschaft und Forschung) heute mit �Big Brother auf
dem Campus? Immer mehr Hochschulen f�elektronische Kontrollsysteme ein�.
Es geht auf immerhin fünf Seiten um elektronische Überwachung Studierender durch RFID-funkende
Chipkarten, Funkchips in Bibliotheken und EDV-Systeme zur Verwaltung der Lehrveranstaltungen... Das alles
hätte ein wenig ausführlicher sein können, erfreulich aber ist natürlich, dass diese
Thematik mitsamt Kritik überhaupt vermehrt in die Öffentlichkeit getragen wird. Die Ausgabe gibt
es als pdf-Datei auf den biwifo-Seiten.
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Wed, 01 Aug 2007
Hacken mit dem RFID-Chip
Sehr schön: Wie ich gerade auf gulli.com las, hat der
RFID-Experte Lukas Grunwald eine Methode vorgestellt, mit der man durch manipulierte RFID-Chips die
Lesegeräte zum Absturz bringen kann.
Grunewald hatte schon vor einem Jahr vorgeführt, wie man RFID-Pässe unauthorisiert auslesen, und
die Chips klonen kann. Nun spielte er auf einen solchen Chip ein manipuliertes JPEG-Bild - und ließ
damit zumindest zwei unterschiedliche RFID-Pass-Lesegeräte abstürzen.
In einem weiteren Schritt könnten Lesegeräte auch durch Code-Einschleusen manipuliert werden, die
dann beispielsweise abgelaufene RFID-Pässe doch akzeptierten.
Vielleicht bringen also tolle Pässe doch nichts gegen die Terrorgefahr? Wir hätten's ja so gerne
geglaubt...
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