Thu, 17 Jan 2008
nvidia-Treiber in Debian
Manchmal ist halt doch die proprietäre Software besser, als das Gegenstück von der
Open-Source-Seite. Bei den nvidia-Treibern liegt das allerdings auch an der mangelnden Zusammenarbeit des
Grafikkartenherstellers mit den EntwicklerInnen freier Software.
Will man also den leistungsfähigeren nvidia-Treiber unter Debian installieren, füge man zuerst
einmal non-free in die sources.list ein: (Um immer den aktuellsten Treiber zu bekommen, nutze ich
für diese Treiber den unstable/sid-Bereich. Das sollte je nach Wunsch abgeändert werden.)
/etc/apt/sources.list:
deb ftp://ftp.de.debian.org/debian/ sid main contrib non-free
deb-src ftp://ftp.de.debian.org/debian/ sid main contrib non-free
Danach führe man ein apt-get update aus, installiere module-assistant und das Paket nvidia-kernel-source:
Anschliessend wechsle man in das Verzeichnis /usr/src und führe den soeben installierten Assistenten aus:apt-get update && apt-get install module-assistant nvidia-kernel-source
cd /usr/src
m-a prepare nvidia
m-a a-i nvidia
Damit werden noch evtl. fehlende Pakete nachinstalliert, und ein fertiges nvidia-Treiber-Debianpaket erstellt und ebenfalls installiert. Damit der neue Treiber auch nach dem nächsen Systemstart benutzt wird, füge man in die Datei xorg.conf noch den Modulnamen ein:
/etc/X11/xorg.conf
Section "Device"
Identifier "nVidia Corporation"
Driver "nvidia"
Ausserdem muss noch der OpenSource-Treiber umbenannt werden, damit er eben nicht geladen wird:
cd /lib/modules/[uname -r]/kernel/drivers/video/nvidia/
mv nvidiafb.ko nvidiafb.ko.DONTUSEME
Danach sollte einem Neustart nichts mehr im Wege stehen, und das nvidia-Modul während des Bootvorgangs geladen werden. Möchte man noch ein wenig an den Feineinstellungen herumspielen, kann man auch noch nvidia-settings installieren:
apt-get install nvidia-settings
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