Sun, 02 Dec 2007
weird wlan
Dass ich mich in letzter Zeit ein wenig mit BSD-Systemen auseinandergesetzt habe, sollten aufmerksame
LeserInnen dieser Seite mitbekommen haben. Inzwischen habe ich auch erfolgreich ein FreeBSD (7.0-BETA3) auf meinem uralt ThinkPad i1200 installiert (bald
mehr dazu). Um nun mit Desktoprechner und Laptop gleichzeitig online sein zu können, legte ich mir
einen zweiten usb-wlan-Adapter zu - und da mein bisheriger usb-Adapter sowohl unter Debian als auch unter
FreeBSD so gut funktionierte, war es wieder ein D-Link DWL-G122.
Nicht beachtet hatte ich, dass die gleiche Kartenbezeichnung nicht automatisch den gleichen Chipsatz
bedeutet: Der alte Adapter war Rev. B1, der neue nun Rev. C1 - so dass die beiden Teile nicht mehr mit
demselben Treiber laufen. Arrrgh!
Nungut, unter FreeBSD läuft nun Rev. B1, wurde ja nativ unterstützt, für Debian und C1
suchte ich mir den neuen Treiber auf den Seiten von rt2x00.serialmonkey.com, und der rt73er
war's dann, der neu zu kompilieren war... beide Rechner sind immerhin wieder online.
Vor ein paar Tagen dann böses Erwachen: Mit Debian war keine Internetverbindung mehr zu machen! Aus
irgendeinem Grund sandte ifconfig meinen WEP-key nicht mehr mit, so dass die Verbindung nicht
hergestellt werden konnte. Dabei hatte mein Skript zuvor schon ewig funktioniert:
#! /bin/sh
ifconfig wlan0 up
iwconfig wlan0 essid "MY_AP"
iwconfig wlan0 key MY_WEP_KEY_HERE restricted
dhclient wlan0
Stundenlang probierte ich herum, drehte an den Einstellungen, schrieb in /etc/network/interfaces herum, wo obige Angaben noch einmal verzeichnet sind - nichts half. Später fiel mir der Befehl ifup ein, hatte jedoch wenig Hoffnung, da in der Manpage steht:
The program does not configure network interfaces directly; it runs low level utilities such as ifconfig and route to do its dirty work.
Ich probierte trotzdem damit weiter, und siehe da: Obwohl ifup irgendwie auch nur ifconfig aufruft, ging's damit plötzlich wunderbar:
ifconfig wlan0 up
iwconfig wlan0 essid "MY_AP"
iwconfig wlan0 key MY_WEP_KEY_HERE
ifup wlan0
Warum diese Änderungen auf einmal nötig waren? Absolut keine Ahnung. Mag an einem Upgrade
gelegen haben, bei dem ich nicht wirklich auf die Aktualisierungen geachtet hatte. Immerhin geht's nun
wieder - hat aber auch ein paar Stunden gedauert. Wer weiß wo der Haken war, mag mir gerne einen Tip
zukommen lassen...
Der Vollständigkeit halber hier noch die aktuellen Angaben in /etc/network/interfaces
Weird wlan: Solved.iface wlan0 inet dhcp
wireless_essid MY_AP
wireless_mode managed
wireless_key MY_WEP_KEY_HERE
wireless_enc restricted
address 192.168.1.1
netmask 255.255.255.255
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Sun, 25 Nov 2007
*BSD
Bald habe ich sie alle durch.... Da ich auf meinem alten Thinkpad i1200 endlich mal ein aktuelles System
haben wollte, ein aktuelles Linux aber nicht mehr zu laufen scheint, nahm ich diesen Hinweis
gerne als Empfehlung, und probierte PC-BSD.
Das lief soweit ja auch wunderbar - allerdings störte mich das eigene Paketmanagement dieses kleinen FreeBSD-Abkömmlings. Zusätzlich zur Ports-Collection gibt es
für PC-BSD nämlich vorgefertigte Pakete im pbi-Format, die sich wie exe-Dateien unter Windows
installieren lassen.
Ein Grund für mich also, einmal das Original auszuprobieren: FreeBSD war allerdings schon eine Menge
komplizierter... Wer sagt, Debian sei schwer zu installieren, die/der hat noch kein FreeBSD ausprobiert!
;)
Irgendwie hab ich das alles gemeistert, und startete nach einiger Irritation darüber, dass ich am
Schluss des Installationsvorgangs wieder zum Anfangsmenü geführt wurde,
tatsächlich erfolgreich das System.
ABER: es kostete mich ca. eine Stunde, bevor ich endlich den Xserver mit akzeptablen Einstellungen starten
konnte, und noch einmal eine halbe Ewigkeit, bis die wlan-Karte funktionierte. Immerhin hatte ich nun einen
lauffähigen Gnome-Desktop - aus dessen Menüs heraus ich allerdings nichts konfigurieren konnte,
da die root-Passwortabfrage nicht funktionierte. Nicht einmal das englische Tastaturlayout ließ sich
in ein deutsches ändern... Immerhin habe ich während all dieser Prozeduren mehr über BSD
gelernt, als in den Tagen davor mit PC-BSD - aber so langsam hatte ich nun auch keine Lust mehr.
Also ging ich über zum nächsten BSD, DesktopBSD. Dieses
System besitzt ebenso ein paar eigene Konfigurationstools, die für eine einfache Bedienung sorgen
sollen. Anders als PC-BSD allerdings wird hier nur auf die Ports-Collection von FreeBSD gesetzt, und
alles so weit wie möglich mit FreeBSD kompatibel gehalten.
ABER: DesktopBSD installierte sich zwar ganz einfach und unkompliziert, erkannte alle Hardware etc. -
leider bootete das System nach der Installation nicht mehr, sondern blieb an einer Stelle des
Startvorgangs immer stehen.
Bleiben also anscheinend nur zwei aktuelle lauffähige Betriebssysteme für einen Thinkpad i1200:
Ein supereinfaches, aber irgendwie unsympathisches PC-BSD, und ein kompliziertes, viel Einarbeitungszeit
erforderndes FreeBSD...
Ach, OpenBSD habe ich noch gar nicht ausprobiert
;) Das dürfte allerdings ähnlich kompliziert sein, wie FreeBSD.
Immerhin lief die Dummy-Variante PC-BSD auf der alten Mühle ja erstaunlich schnell....
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Tue, 20 Nov 2007
PC-BSD > Thinkpad
In gewisser Weise ist dieser Artikel eine kleine Fortsetzung zu meinem MiniLAN-howto vom
16.11.: Das Ziel der Vernetzerei war ja ein Debian-Upgrade auf meinem �uralten� Laptop zu wagen.... Das
Gerät ist ein IBM ThinkPad i1200, auf
dem Neuinstallationen aktueller Distributionen immer fehl schlugen: Ausprobiert wurden Debian Etch und
Xubuntu 7.10 - auch aktuelle Knoppix-Versionen blieben während des Bootvorgangs einfach stehen.
In einem Artikel las
ich, dass aktuellere Kernel als die Version 2.6.15 auf dem Gerät nicht laufen würden - an anderer
Stelle (sorry, Link vergessen), dass ebendies am verbauten buggy ALi-Chipsatz liege. Im Grunde lief das
Upgrade vom 16.11. ohne Probleme durch, und ich hatte auch darauf geachtet, dass der Kernel (2.6.3) nicht
mit aktualisiert wurde....
ABER: unter Debian Etch lief nun kein Xserver mehr - keine
Ahnung, ob das am installierten hotplug lag,
und dem daher nicht installierten udev (das
einen Kernel >2.6.15 benötigt).
Da nun Liam Proven im besagten Artikel seine
positiven Erfahrungen mit PC-BSD zusammen mit dem i1200 schildert,
lud auch ich mir gleich die zwei Images herunter - schien ja die einfachste Möglichkeit zu
sein, ein aktuelles OS auf den ThinkPad zu bekommen.
Und tatsächlich: Die Installation war kinderleicht mit nur wenigen Mausklicks vollzogen, dauerte
weniger als eine halbe Stunde. Angetan war ich von der Schnelligkeit der Distribution, trotz der nur
vorhandenen 700MHz... Eine Enttäuschung allerdings war der nur vorhandene KDE-Desktop, auf den
alles optimiert zu sein scheint. Fluxbox wurde zwar standardmäßig mit installiert, hier fehlen
jedoch leider sehr viele Einträge in den Menüs.
Die ersten Eindrücke bisher:
Positiv
- supereinfache Installation
- Schnelligkeit auch auf altem System
- automatische Erkennung meines usb-wlan-Adapters (D-Link DWL G122), der unter Debian noch in keiner Version nativ unterstützt wird
- KDE
- Installation für absolute AnfängerInnen lässt wenig/keine Konfigurationsmöglichkeiten
- es werden nur ganze Programm-Pakete installiert, keine Einzel-Software (außer OpenOffice und Firefox)
Mit dem Paket-Management muss ich mich nun allerdings erst noch beschäftigen: PC-BSD bringt das eigene Paket-Format PBI mit, in dem es allerdings nur eine begrenzte Auswahl an Software gibt - immerhin kann jedoch auch auf die Ports Collection von FreeBSD zurückgegriffen werden, so dass sich das Ganze wohl noch weiter ausbauen/anpassen lässt....
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Wed, 10 Oct 2007
Links für Terminaluser
Das SysAd Blog verfolge ich ja schon seit einiger Zeit, und
immer wieder wollte ich es an dieser Stelle mal erwähnen... esofthub veröffentlicht auf
dieser Seite immer wieder recht nützliche Befehle für die UNIX-Kommandozeile: Wie man aus
Textdateien überflüssige Leerzeichen entfernt, Zeilenabstände verändert und immer
wieder auch andere nützliche Tips für Admins.
Der Grund, warum ich das gerade heute poste, war die thematisch passende Entdeckung aus Lamby's Blog. In einem aktuellen Beitrag stellt er die Top 10 interactive
shell anti-patterns vor. Auch hier finden sich ein paar (zehn halt) Befehle, die einem die Arbeit
durchaus erleichtern können.
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