Mon, 29 Dec 2008

25C3: Verwundbarkeiten in Tor

Roger Dingledine, Teamleiter des Tor-Projekts gab heute auf dem Chaos Communication Congress einen kurzen Überblick über praktische und theoretische Verwundbarkeiten des Tor-Netzwerks.

Viele der Probleme, seine Anonymität trotz Nutzung von Tor zu verlieren, werden laut Dingledine durch die Nutzung des Browsers Firefox und dem Addon Torbutton behoben: Vor allem Javascript-Reloads nach ein/aus-schalten Tors und Gefahren durch Flashanimationen die wahre Identität zu offenbaren, seien dadurch behoben. Dingledine riet daher ausdrücklich, Tor nicht mit anderen Browsern und ohne Torbutton zu nutzen. Eine weitere sichere Möglichkeit sei die Nutzung der Incognito-LiveCD, die sich innerhalb von Windows-Betriebssystemen via Qemu starten lasse, und alle mitgelieferten Programme für die anonyme Nutzung via Tor vorkonfiguriert liefere.
Die Möglichkeiten, dass darüber hinaus Tor-ServerbetreiberInnen die Identitäten der BenutzerInnen herausfinden können, schienen (imho) vor allem theoretischer Natur zu sein und allesamt zumindest erheblichen Aufwand zu bedürfen.



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Sun, 28 Dec 2008

25C3: Alles voll und alle

Tag 2 beim diesjährigen Chaos Communications Congress - und die bisherige Bilanz lautet: Voller geht kaum! Die Vorträge sind noch überfüllter als letztes Jahr, und es beginnt stressig zu werden... und das für alle Beteiligten: Die Medical Unit ist pausenlos damit beschäftigt, in Gängen und Eingangsbereichen sitzende ZuhöhrerInnen zu vertreiben - was auf Dauer durchaus beide Seiten nervt. Nicht nur die Dauertickets sind inzwischen ausverkauft, auch gibt es keine Armbändchen mehr, wie Fefe schreibt. Letzteres ist sicherlich zu verschmerzen, Tickets gab es offensichtlich auch einfach zu viele.

Besser als im letzten Jahr ist auf jeden Fall das w-lan vor Ort, die Verbindungen halten sich (derzeit immerhin noch) sehr stabil.

Auch gab es durchaus schon ein paar recht interessante Vorträge zu sehen: Zu den Favoriten zählen bisher Das Grundrecht auf digitale Intimsphäre mit Constanze Kurz und Ulf Buermeyer, Why were we so vulnerable to the DNS vulnerability? mit Dan Kaminsky und am heutigen Tag noch der obligatorische CCC-Jahresrückblick. Nachsehen kann man diese bisher auf diesen Seiten zum Kongress.

Quote of the Day:

Medical-Unit: Macht den Eingangsbereich frei, das ist ein Fluchtweg.
Die Häfte der Leute geht, Medical-Unit geht weiter.
1er der Stehengebliebenen: Na der war ja erfolgreich.
2er der Stehengebliebenen: What did this guy say?



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Fri, 28 Mar 2008

Chipkarten der Uni Göttingen unsicher

Wie heute die Netzeitung in einem Artikel veröffentlichte, wurde nun erstmals ein weit verbreiteter Funk-Chip des Typs MIFARE-Classic geknackt. Die Online-Zeitung bezieht sich damit auf einen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift c't: Demnach war es den Experten möglich, die Verschlüsselung des entsprechenden RFID-Chips zu knacken, die darauf gespeicherten Daten auszulesen und zu kopieren.

Die Netzeitung erwähnt in ihrem Artikel wie beliebt dieser Chip sei, und dass möglicherweise Hunderttausende Studierende betroffen seien, die mit solchen Chipkarten beispielsweise in der Mensa bezahlen...

Auch die Universität Göttingen hat gerade vor wenigen Semestern auf Studierenden-Ausweise mit RFID-Chips umgestellt, und setzt dabei auf den Mifare-1-Chip, wie sie selbst auf ihrer Homepage kundtut, der eben jenem oben verlinkten Mifare-Classic entspricht. Auf den Chipkarten der Universität Göttingen sind nicht nur Matrikelnummer und Bibliotheksnummer der BesitzerInnen gespeichert, sondern werden diese auch als elektronische Geldbörse eingesetzt.

Das Sicherheitsmerkmal, das die Göttinger Universität veröffentlichte:

Ein Auslesen der Schlüssel während der Kommunikation des Chips mit einer Kartenleseeinheit wird durch Verschlüsselung dieser Kommunikation unterbunden.

ist also nun besser zu streichen. Währenddessen warten wir auf explosionsartig ansteigende Essensausgaben in der Mensa und Buchausleihen aus der Bibliothek - durch imaginäre DoppelgängerInnen nichtsahnender Studierender...

UPDATE I:
Nähere Informationen darüber, wie der Hack vonstatten ging, finden sich bei Karsten Nohl und in einem Vortrag des letzten Chaos Communications Congress, dem 24C3.
update via Vorlon

UPDATE II:
Interessant dazu dieser Artikel auf den Seiten von golem.de:

Die Verschlüsselung der weit verbreiteten MiFare-RFID-Chips des Herstellers NXP lässt sich in Sekundenschnelle brechen, ohne direkten Zugang zum Chip zu haben. Es genügt, die verschlüsselten Daten aus ein paar Metern Entfernung abzuhören.

Auch Heise titelt nun: Aus für RFID-System Mifare Classic?



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Tue, 15 Jan 2008

Tatort und 24C3

Ersteres ist vielleicht nicht so ganz ontopic hier - aber alle Tatort-Fans wird's freuen: Ab morgen gibt es nun monatlich ein neues Hörspiel unter radiotatort.ard.de! Der Radio-Tatort spielt in neun Städten, und ist schon bis Dezember angekündigt. Den Start macht morgen um 20:05Uhr die Produktion des WDR mit Hauptkommissar Nadir Taraki in Düsseldorf. Weiter geht es dann am 13.02. mit dem LKA Magdeburg. Die Aufnahmen liegen jeweils im mp3-Format für eine Woche zum Download bereit.

Neues, und altes überarbeitetes Material kündigte auch Tim Pritlove vom 24C3 an. Alle bisher veröffentlichten Videos wurden nun noch einmal encoded, und bieten eine bessere Qualität. Drei Viertel der 100 Videos stehen schon zur Verfügung - schnell sollen es auch noch mehr werden... ;)
Die Aufnahmen gibt es als Direktdownload auf den Seiten des Chaosradios



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Mon, 31 Dec 2007

24C3 - done

Das war's nun also wieder für dieses Jahr, nach vier Tagen ging der *C3 mal wieder zu Ende... Am letzten Tag waren viele Leute schon wieder abgereist, was wohl an dem nicht mehr ganz so attraktiven Programm des letzten Tages lag. Overtaking Proprietary Software Without Writing Code war noch ganz interessant, auch wenn mich die Vorstellungen des Vortragenden Olivier Cleynen nicht unbedingt begeistern konnten: Olivier von �GNU/Linux Matters� vertat im Großen und Ganzen die Ansicht, dass Linux-EntwicklerInnen weniger Wert auf Stabilität und Qualität ihrer Software legen, als vielmehr die Vermarktung im Auge behalten sollten. Unter den anschliessenden Wortmeldungen herrschte eher die Meinung vor, dass Linux im Grunde keine Vermarktung benötige, und massenhafte Verbreitung schließlich nicht alles sei.

Im Beitrag EU Policy on RFID & Privacy lieferte Andreas Krisch von edri.org zu konstruktive Vorschläge, um eine massenhafte Einführung von RFID-Chips ein wenig erträglicher zu machen - ohne eine grundlegend ablehnende Position gegen diese Technik einzunehmen.

Die weiteren beiden Beiträge bestärkten den Gesamteindruck vom Programm der letzten Tage: In Unusual Web Bugs bot kuza55 eine riesige Aufzählung von Bugs in PHP und Webapplikationen, der man nach kurzer Zeit schon nicht mehr folgen wollte/konnte. In I know who you clicked last summer langweilte Svenja Schröder durch die Stunde - ging eben nicht wie in der Ankündigung erwähnt auf Soziale Netzwerke wie MySpace, Facebook oder StudiVZ ein, sondern präsentierte viel Theorie und eine bei weitem nicht fertiggestellte Auswertung des Sputnik-Projekts auf dem 24C3...

Es mag im Vergleich zum letzten Kongress an der fehlenden vierten Zeitleiste gelegen haben, alles in allem gab es meinem subjektivem Eindruck nach [daher?] leider vermehrt langweilige und recht sinnfreie Vorträge, in denen viel Triviales aus dem Nähkästchen erzählt wurde, wie etwa in Die Wahrheit und was wirklich passierte, oder in Der Bundestrojaner. Andere Beiträge hingegen waren überkompliziert, wie Anonymity for 2015 und die oben erwähnten Unusual Web Bugs.

Lobend erwähnt seien hier hingegen durchaus noch Current events in Tor development, TOR, Toying with barcodes, Tracker fahrn, und auch Desperate House-Hackers - How to Hack the Pfandsystem... Ja, es gab ja doch auch wieder Gutes in den letzten Tagen, und letztere Aufzählung ist sicherlich nicht komplett... vielleicht sollte man sich allerdings während des 25C3 doch wieder eine weitere Zeitleiste gönnen.



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Sat, 29 Dec 2007

24C3 - die dritte, tag 3

In seinem diesjährigen Vortrag auf dem 24C3 berichtete Roger Dingledine, der Entwickler des Anonymisierungstools Tor, über aktuelle Entwicklungen innerhalb des Tor-Projekts, beispielsweise der in der neuesten Tor-Version eingeführten Entry Guards... Aufgrund der in den letzten Monaten in D-Land vermehrten Repressionen gegen Tor-Serverbetreiber und der ab 2009 auch auf Anonymiesirer zukommenden Vorratsdatenspeicherung, sah es Dingledine als besonders wichtig an, gegen die Kriminalisierung des Betriebs solcher Server aktiv zu werden. In den nächsten Wochen wird der Entwickler daher in Kontakt mit deutschen Juristen treten, um sie für die Problematik zu sensibilisieren und Hilfe gegen die Beschlagnahmung von Tor-Servern zu finden. Er bat ausserdem eindringlich darum, ihm Juristen zu nennen, die der Thematik nicht gänzlich ignorant gegenüberstünden.

Im späteren Vortrag zum elektronischen Reisepass präsentierten am Abend Constanze Kurz und starbug als krönenden Abschluss einen Fingerabdruck Wolfgang Schäubles, der in naher Zukunft als Druckvorlage zum Download bereitgestellt werden soll, um es Interessierten zu ermöglichen, diesen für eigene Zwecke zu 'gebrauchen'... Vorgefertigte Schäuble-Abdrücke, die man sich bei Gelegenheit anlegen kann, soll es später sogar zu kaufen geben. Mal schauen also, in welchen Szenarien/an welch obskuren Orten in Zukunft auf einmal ein echter 'Schäuble auftaucht... :D



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24C3 - Volldampf, die 2.

Zu viele Leute laufen hier herum, und sie alle wollen immer wieder in die selben Veranstaltungen [wie war das noch mit dem Schwarmverhalten? -> Tracker fahrn], wie bspw. zum kreativen Barcode hacking, meinem Favoriten für gestern.

Später dann gibt es noch sicherlich interessante "Current events in Tor development", nachdem wir nun gerade im Saal1 hören, was OpenSource mit dem Kapitalismus zu tun hat, und wie Novell und RedHat sich mit dem Markt arrangieren (was bisher alles ein wenig diffus daherkommt).



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Fri, 28 Dec 2007

24C3 - Volldampf voraus!

Schlangestehen hat nun ersteinmal ein Ende, nachdem auch am Tag vor Eröffnung, am 26.12., nachts um halb2 anstehen angesagt war, um an die offensichtlich sehr begehrten Tickets zu kommen...

Das lokale wlan war am ersten Tag gnadenlos überfordert - drei- bis vierstellige Ping-Zahlen mussten leider hingenommen werden. Heute scheint das Netz wenigstens zeitweise ein wenig besser zu funktionieren - gelegentlich geht allerdings auch nun wieder kein einzelner Ping nach draußen.

Empfehlenswert für ein späteres Anschauen war bisher imho der Vortrag Tracker fahrn von Cristian Yxen, Denis und Erdgeist: sie berichteten recht unterhaltend über ihren opentracker, der inzwischen auch vom weltweit größten Torrent-Tracker thepiratebay.org genutzt wird, und deren Performance weit verbesert hat.



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Mon, 17 Dec 2007

23C3 Dokumentation

Vor ein paar Tagen ist eine kleine knapp 9minütige Dokumentation über den letztjährigen Chaos Communication Congress des CCC online gegangen...

Wer also im Hinblick auf den 24C3 in diesem Jahr einen kleinen Vorgeschmack haben möchte, schaue sich einfach kurz das Video an. So ungefähr wird es vermutlich ja auch diesmal vom 27. bis 30.12. im Berliner Congress Centrum aussehen...



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