Einer der Hauptgründe, warum ich in der Vergangenheit ja nie den
Browser Epiphany benutzt hab,
war das fehlende Cookie-Management: Man konnte immer nur alle
Cookies annehmen, oder alle abblocken - was wirklich nicht sehr
praktikabel ist. Vor ein paar Tagen probierte ich schließlich mal
die Erweiterungen aus, die man über das Paket epiphany-extensions
installieren kann... Beim durchprobieren aller Möglichkeiten
gelangte ich dann auch zu �Seitenrechte bearbeiten�, einer
Erweiterung, die nicht mehr aktiv entwickelt wird, und im
derzeitigen Zustand keinen Sinn zu machen schien...
Gibt man nun allerdings in die Adresszeile des Browsers
about:config ein, und ändert in der Preference-Spalte die
network.cookie.lifetimePolicy von 0 auf 1, wird man ab
sofort gefragt, ob Cookies angenommen oder abgelehnt werden sollen,
und ob diese Entscheidung auch in Zukunft gelten soll. Unter
�Bearbeiten� - �Seitenrechte� kann man anschliessend den Status für
jede Webseite anschauen und wieder verändern.
Ein Grund gegen diesen Browser ist nun also hinfällig geworden.
Bleibt noch das von mir gewünschte Proxy-Management, das imho vom
restlichen Gnome-System abgekoppelt sein sollte, damit man
beispielsweise nicht auf einmal durch einen Klick mit wirklich
allen Programmen durch Tor mit der Aussenwelt
kommuniziert...
Heute habe ich nach langer Pause auf diesen Seiten erst einmal
wieder zwei kleine Lesetipps:
Zum einen veröffentlichte die Jungle World in ihrer heute
erschienen Ausgabe ein kleines Interview mit padeluun, dem Gründer des FoeBuD und wichtigem Vetreter des
Arbeitskreis
Vorratsdatenspeicherung. Das Interview thematisiert natürlich
die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur
Vorratsdatenspeicherung, den AK Vorrat und allgemein staatliche
Überwachungsmaßnahmen:
�B�rostrukturen
statt Barrikaden�, padeluun, K�nstler und Netzaktivist.
Außerdem titelt die ver.di-Zeitschrift biwifo (Bildung, Wissenschaft und
Forschung) heute mit �Big Brother auf dem Campus? Immer mehr
Hochschulen f�hren elektronische Kontrollsysteme ein�. Es geht auf
immerhin fünf Seiten um elektronische Überwachung Studierender
durch RFID-funkende Chipkarten, Funkchips in Bibliotheken und
EDV-Systeme zur Verwaltung der Lehrveranstaltungen... Das alles
hätte ein wenig ausführlicher sein können, erfreulich aber ist
natürlich, dass diese Thematik mitsamt Kritik überhaupt vermehrt in
die Öffentlichkeit getragen wird. Die Ausgabe gibt es als pdf-Datei
auf den biwifo-Seiten.