November 2007 Archives
So 25. Nov 18:40:22 CET 2007
*BSD
Bald habe ich sie alle durch.... Da ich auf meinem alten
Thinkpad i1200 endlich mal ein
aktuelles System haben wollte, ein aktuelles Linux aber nicht
mehr zu laufen scheint, nahm ich
diesen Hinweis gerne als Empfehlung, und probierte PC-BSD.
Das lief soweit ja auch wunderbar - allerdings störte mich das
eigene Paketmanagement dieses kleinen FreeBSD-Abkömmlings. Zusätzlich zur
Ports-Collection gibt es für PC-BSD nämlich vorgefertigte Pakete im
pbi-Format, die sich wie exe-Dateien unter Windows installieren
lassen.
Ein Grund für mich also, einmal das Original auszuprobieren:
FreeBSD war allerdings schon eine Menge komplizierter... Wer sagt,
Debian sei schwer zu installieren, die/der hat noch kein FreeBSD
ausprobiert! ;)
Irgendwie hab ich das alles gemeistert, und startete nach einiger
Irritation darüber, dass ich am Schluss des Installationsvorgangs
wieder zum Anfangsmenü geführt wurde, tatsächlich erfolgreich das
System.
ABER: es kostete mich ca. eine Stunde, bevor ich endlich den
Xserver mit akzeptablen Einstellungen starten konnte, und noch
einmal eine halbe Ewigkeit, bis die wlan-Karte funktionierte.
Immerhin hatte ich nun einen lauffähigen Gnome-Desktop - aus dessen
Menüs heraus ich allerdings nichts konfigurieren konnte, da die
root-Passwortabfrage nicht funktionierte. Nicht einmal das
englische Tastaturlayout ließ sich in ein deutsches ändern...
Immerhin habe ich während all dieser Prozeduren mehr über BSD
gelernt, als in den Tagen davor mit PC-BSD - aber so langsam hatte
ich nun auch keine Lust mehr.
Also ging ich über zum nächsten BSD, DesktopBSD. Dieses System besitzt
ebenso ein paar eigene Konfigurationstools, die für eine einfache
Bedienung sorgen sollen. Anders als PC-BSD allerdings wird hier nur
auf die Ports-Collection von FreeBSD gesetzt, und alles so weit wie
möglich mit FreeBSD kompatibel gehalten.
ABER: DesktopBSD installierte sich zwar ganz einfach und
unkompliziert, erkannte alle Hardware etc. - leider bootete das
System nach der Installation nicht mehr, sondern blieb an einer
Stelle des Startvorgangs immer stehen.
Bleiben also anscheinend nur zwei aktuelle lauffähige
Betriebssysteme für einen Thinkpad i1200: Ein supereinfaches, aber
irgendwie unsympathisches PC-BSD, und ein kompliziertes, viel
Einarbeitungszeit erforderndes FreeBSD...
Ach, OpenBSD habe ich noch gar
nicht ausprobiert ;) Das dürfte allerdings ähnlich kompliziert
sein, wie FreeBSD.
Immerhin lief die Dummy-Variante PC-BSD auf der alten Mühle ja
erstaunlich schnell....
Mi 21. Nov 23:17:05 CET 2007
tail -f
Manchmal ist man ja ein wenig blöd und sucht lange nach den einfachsten Befehlen - wie ich gestern... Wer also auch mal eine Zeit lang die Ausgabe irgendwelcher logfiles quasi in Echtzeit verfolgen möchte, sich aber auch nicht unterm Xserver nerven lassen mag, gebe einfach in etwa sowas ein:
tail -f /var/log/syslog > /dev/tty2
Und schon wandert die syslog-Ausgabe fortwährend auf der zweiten Console mit... So einfach kann's doch sein, das /dev hatte ich anfangs vergessen - nun aber ist die Erinnerungsstütze ja online. ;)
Di 20. Nov 22:52:02 CET 2007
PC-BSD > Thinkpad
In gewisser Weise ist dieser Artikel eine kleine Fortsetzung zu
meinem
MiniLAN-howto vom 16.11.: Das Ziel der Vernetzerei war ja ein
Debian-Upgrade auf meinem �uralten� Laptop zu wagen.... Das Gerät
ist ein IBM
ThinkPad i1200, auf dem Neuinstallationen aktueller
Distributionen immer fehl schlugen: Ausprobiert wurden Debian Etch und Xubuntu 7.10 - auch aktuelle Knoppix-Versionen blieben während des
Bootvorgangs einfach stehen.
In einem
Artikel las ich, dass aktuellere Kernel als die Version 2.6.15
auf dem Gerät nicht laufen würden - an anderer Stelle (sorry, Link
vergessen), dass ebendies am verbauten buggy ALi-Chipsatz liege. Im
Grunde lief das Upgrade vom 16.11. ohne Probleme durch, und ich
hatte auch darauf geachtet, dass der Kernel (2.6.3) nicht mit
aktualisiert wurde....
ABER: unter Debian Etch lief nun kein Xserver mehr - keine Ahnung,
ob das am installierten hotplug lag, und
dem daher nicht installierten udev (das einen Kernel
>2.6.15 benötigt).
Da nun Liam Proven im besagten
Artikel seine positiven Erfahrungen mit PC-BSD zusammen mit dem i1200
schildert, lud auch ich mir gleich die zwei Images herunter -
schien ja die einfachste Möglichkeit zu sein, ein aktuelles OS auf
den ThinkPad zu bekommen.
Und tatsächlich: Die Installation war kinderleicht mit nur wenigen
Mausklicks vollzogen, dauerte weniger als eine halbe Stunde.
Angetan war ich von der Schnelligkeit der Distribution, trotz der
nur vorhandenen 700MHz... Eine Enttäuschung allerdings war der nur
vorhandene KDE-Desktop, auf den alles optimiert zu sein scheint.
Fluxbox wurde zwar standardmäßig mit installiert, hier fehlen
jedoch leider sehr viele Einträge in den Menüs.
Die ersten Eindrücke bisher:
Positiv
- supereinfache Installation
- Schnelligkeit auch auf altem System
- automatische Erkennung meines usb-wlan-Adapters (D-Link DWL G122), der unter Debian noch in keiner Version nativ unterstützt wird
- KDE
- Installation für absolute AnfängerInnen lässt wenig/keine Konfigurationsmöglichkeiten
- es werden nur ganze Programm-Pakete installiert, keine Einzel-Software (außer OpenOffice und Firefox)
Mit dem Paket-Management muss ich mich nun allerdings erst noch beschäftigen: PC-BSD bringt das eigene Paket-Format PBI mit, in dem es allerdings nur eine begrenzte Auswahl an Software gibt - immerhin kann jedoch auch auf die Ports Collection von FreeBSD zurückgegriffen werden, so dass sich das Ganze wohl noch weiter ausbauen/anpassen lässt....
Fr 16. Nov 22:35:53 CET 2007
MiniLAN-howto
Da auf meinem uralt-Laptop noch immer nur ein Debian-sarge
installiert war, musste nun doch endlich mal ein kleines Upgrade
her. Da aber die alte Sarge-Kiste meinen wlan-Adapter nicht
erkennen mag - und mir die Kernel-Header nicht vorliegen um den
Treiber zu kompilieren - musste mal schnell und temporär mein
Desktop-Rechner als Router dienen:
Die beiden Rechner werden über ein Crossover-Kabel verbunden, und
den jeweiligen Netzwerkkarten eine IP zugewiesen. Auf dem
Desktop-Rechner existieren die Schnittstellen eth0 und rausb0 -
Erstere leitet den Traffic vom Laptop zur wlan-Schnittstelle
(rausb0) weiter. Auf dem Laptop heisst die Netzwerkkarte
eth1.
Nachdem die Rechner verbunden sind, wird den beiden eth-Karten über
Shell-Kommandos eine IP zugewiesen:
Desktop: ifconfig eth0 10.10.10.1
Laptop: ifconfig eth1 10.10.10.2
Dann wird dem Laptop das Gateway mitgeteilt:
route add default gw 10.10.10.1
Danach gabs auf dem Desktop einige Regeln für iptables. Default:
Alle eingehenden/weiterzuleitenden Pakete werden abgelehnt,
rausgehende werden erlaubt.
iptables -P INPUT DROP
iptables -P FORWARD DROP
iptables -P OUTPUT ACCEPT
Vom Laptop dürfen die Pakete durch:
iptables -A INPUT -s 10.10.10.0/24 -j ACCEPT
Masqueraden etc.:
iptables -A FORWARD -i eth0 -s 10.10.10.0/24 -j ACCEPT
iptables -t nat -A POSTROUTING -o rausb0 -j MASQUERADE
iptables -A FORWARD -i rausb0 -d 10.10.10.0/24 -j ACCEPT
iptables -A INPUT -m state --state ESTABLISHED,RELATED -j
ACCEPT
Dann muss nur noch in der Datei /proc/sys/net/ipv4/ip_forward die 0
durch eine 1 ersetzt werden:
echo "1" > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward
Danach konnte ich mit dem Laptop wunderbar ins Internet. In die
Datei /etc/resolv.conf wurden noch die Nameserver eingetragen, die
dort auch beim Desktop-Rechner eingetragen waren - und alles lief
bestens, das Upgrade konnte starten.
Mo 12. Nov 23:50:42 CET 2007
Debian-EeePC
Ein wenig verliebt hatte ich mich ja schon vor einiger Zeit in
diesen coolen neuen Mini-PC von Asus: EeePC@Asus / EeePC@Wikipedia
Das einzige, was allerdings zur annähernden Perfektion noch fehlte,
war ein vernünftiges OS - und just heute lese ich hier: Debian-eeepc: the little
next big thing:
GEIL!So no one will or can stop you from booting into whatever you like. The good news? Debian developer Ben Armstrong has realized that this is the perfect text editing device for himself and his wife, bought two of them, and is currently porting Debian to it!
Fehlen jetzt also nur noch 299€ für das kleine neue �Spielzeug�.
UPDATE: Einen ausführlichen Test des Subnotebooks gibt's bei golem.de
Mo 12. Nov 23:12:13 CET 2007
50 Tage...
...vor der kompletten Protokollierung der Kommunikation in
D-Land hat auch /me nun mal einen Brief abgeschickt, und sich so
der Sammel-Verfassungsbeschwerde
gegen Vorratsdatenspeicherung angeschlossen....
Kost' ja nix:
Das Gerichtsverfahren und Ihre Vertretung vor Gericht ist für Sie kostenfrei. Ihnen entstehen also keinerlei Gerichts-, Anwalts- oder sonstige Kosten. Dies gilt auch dann, wenn die Verfassungsbeschwerde keinen Erfolg haben sollte.
Fast 25.000 Leute haben sich auch schon online bereit erklärt,
die Klage mitzutragen - die Vollmacht erteilt haben davon bisher
über 7000.
Also ab die Post: �Registrierungen und Vollmachten werden nur
noch bis zum 19.11.2007 (Poststempel) angenommen.� ;)
Fr 9. Nov 21:57:20 CET 2007
Aus gegebenem Anlass...
Aus
gegebenem Anlass sei hier noch einmal ausdrücklich auf das
Anonymisierungstool Tor
hingewiesen. Ausserdem gibt es seit ein paar
Tagen wieder eine neue Version der LiveCD/USB
Incognito. Mit den Incognito-Images kann man sich anonymisiert
im Netz bewegen, da alle Verbindungen automatisch durch Tor
�geschleust� werden. Gerade jetzt, da in bälde die gesamte
Telekommunikation in D-Land überwacht wird, ist eine Anonymisierung
schließlich wichtiger denn je.
Auch �Scharfe Reaktionen
auf Absegnung der Vorratsdatenspeicherung� werden das neue
Gesetz, das alle Menschen erstmal unter Generalverdacht stellt,
nicht mehr stoppen - bleibt nur noch die Hoffnung auf einen Erfolg
der angekündigten Verfassungsbeschwerde,
der sich bisher bereits über 7000 Leute angeschlossen haben.
Fr 9. Nov 20:57:07 CET 2007
Ohne Worte
Vorratsdatenspeicherung im Bundestag beschlossen
Schäuble,
zurücktreten!
Neue Interpretation für die informationelle
Selbstbestimmung?
Dann steht dem
Auswandern ja jetzt nichts mehr im Wege
Bundestag
verabschiedet Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung und
TK-Überwachung
Hier ist die Liste, wer
wie abgestimmt hat.
Das war zu erwarten - VDS mit großer Mehrheit angenommen
Vorratsdatenspeicherung
ist durch: Tschüss, Grundgesetz, war schön mit dir
Bundestag stimmt für
Vorratsdatenspeicherung
RIP
Telekommunikationsgeheimnis.
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zur Verabschiedung des
Gesetzentwurfs
Di 6. Nov 21:18:35 CET 2007
freie Hörbücher
Durch einen
Artikel auf den Seiten von gulli.com wurde ich heute auf die
Hörbuchsammlung LibriVox
aufmerksam. Wer sich gerne etwas vorlesen lässt, findet dort über
1000 freie Titel zum download bereit. Die Texte sind allesamt
Public Domain und daher wohl eher Klassiker als aktuellste
Literatur.
Wie die Qualität der von den Usern selbst vorgelesenen und
aufgenommenen Werke ist, wurde von mir (noch) nicht überprüft -
laut gulli.com wird jedoch �gegebenenfalls Korrektur gehört�, bevor
ein Titel zum download bereitgestellt wird.
Di 6. Nov 20:43:53 CET 2007
Das OpenMoko-Keyboard
Heute stellt Chris Lord die von ihm fertiggestellte virtuelle Tastatur des OpenMoko vor. Er zeigt einen Screenshot seines ersten Versuchs, der sich aber auch schon ganz gut macht. Ein wenig nervig könnte sein, dass es sich um ein multi-tap-keyboard handelt, also um eines, wie man es auf ganz normalen Mobiltelefonen findet. Da die T9-Autovervollständigung patentiert ist, kommt diese Eingabehilfe für das OpenMoko wohl nicht in Frage - und man wird (wie früher mal) eine ganze Menge tippen müssen für ein komplettes Wort...