Tue, 31 Jul 2007
DebConf7 Videos online
Die DebConf7, die seit dem Jahr 2000
alljährlich stattfindende Konferenz für
Debian-EntwicklerInnen,
fand in diesem Jahr vom 17.-23. Juni in Edinburgh statt.
Nun sind so langsam die Video-Mitschnitte der Vorträge im Netz gelandet: Die schwedische
Umeå University stellte ihre Server und Bandbreite zu Verfügung,
damit die Videos - im ogg-Format vorliegend - in zwei Qualitätsstufen
angeboten werden
können. In naher Zukunft soll die Sammlung auch komplett sein, und sogar DVDs zur Verfügung
stehen.
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Mon, 30 Jul 2007
KisMAC: Hackerparagraph fordert zweites Opfer
Auf den Seiten von golem.de wird berichtet, dass die
Entwickler des wlan-sniffers KisMAC ihre Arbeit an diesem
MacOS X-Projekt eingestellt haben.
KisMAC scannt ähnlich wie das Linux-Vorbild kismet
Funknetzwerke, und kann beispielsweise zur Überprüfung der Sicherheitseinstellungen
des eigenen wlans, aber auch zum packet sniffing
benutzt werden.
Die Entwickler rufen nun dazu auf:
Make copies of KisMAC and its source as long as the website is up! Do further development outside of Germany, even better outside the US and EU! If you are a German resident, you will need to fight for your rights.
Wie schon vor einigen Tagen hier berichtet wurde,
ist dies nun also nach dem Tor-LiveCD Projekt ROCKate ein weiteres, das vor dem kürzlich verabschiedeten »Hackerparagraphen«
kapituliert.
Diese Novellierung des Strafgesetzbuches stellt es künftig unter Strafe, so genannte »Hackertools« zu
programmieren, zu verbreiten und zu benutzen. Ein kritischer Artikel hierzu findet sich unter anderem in der
letzte Woche erschienenen Jungle World.
Update:KisMAC lebt
weiter.
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Sun, 29 Jul 2007
Papers in Anonymity
Durch Roger Dingledines Hinweis im Tor IRC channel
(#tor on irc.oftc.net), wurde ich gestern nacht auf eine interessante
Sammlung an Papern aufmerksam, die allesamt das Thema Anonymität im Internet zum Thema haben.
Unter freehaven.net/anonbib finden sich allerlei pdf-
und Postscript-Dokumente aus den letzten 30 Jahren zum Thema. Dabei geht es beispielsweise um
»Verschlüsselung als Mittel gegen Traffic Analysen«, anonyme Remailer, anonyme Kommunikation
allgemein, peer2peer- und natürlich um das Tor-Netzwerk.
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Fri, 27 Jul 2007
Linux 0.01
Auf kerneltrap.org findet sich eine kleine Geschichte über den ersten veröffentlichten Linux-Kernel von Linus B. Torvalds. Dokumentiert ist auf dieser Seite sowohl das erste Usenet-Posting über Linux (»Hello netlanders«), als auch das erste Announcement vom 25 August 1991 mitsamt erster Reaktionen darauf:
I'm doing a (free) operating system (just a hobby, won't be big and professional like gnu) for 386(486) AT clones. This has been brewing since april, and is starting to get ready.
Außerdem kann man den ersten Installation-Guide und die »Realease Notes 0.01« durchlesen. Als
kleines Schmankerl gibt es noch die erste Version zum Download: linux-0.01.tar.gz - 71.38 KB
Viel Erfolg bei der Installation und dem Ausprobieren des kleinen unprofessionellen Hobbies! ;)
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Thu, 26 Jul 2007
YaCy - beste Suchmaschine der Welt
|
Durch ein paar Einträge in den logfiles meines Webservers wurde ich heute auf YaCy aufmerksam. YaCy, fragte ich mich - haste doch schonmal gehört?! Also, auf deren Seite gesurft - und tatsächlich: YaCy, das ist die peer-to-peer Suchmaschine, die ich mir vor geraumer Zeit angeschaut, dann aber wieder vergessen hatte. Die Suchergebnisse schienen mir nicht sonderlich gut zu sein.... |
Wow. YaCy - best search engine ever!
Wer sich - auch nach meiner Begeisterung - das Prinzip der P2P-Suche einmal genauer anschauen möchte, findet natürlich ein bisschen bei Wikipedia, und ausführliches auf einer deutschsprachigen YaCy-Seite.
Auf obigen Seiten kann man die Suchmaschine erst einmal ausgiebigst online testen, bevor man dann selbst zur Indexierung beiträgt und zum YaCy-User und -Bot gleichzeitig wird! ;)YaCy (von Yet another Cyberspace) ist eine völlig neue Art von Suchmaschine, die aus den Computern ihrer Nutzer besteht. YaCy ähnelt damit einer Tauschbörse - jeder kann das Netz aus YaCy-Installationen durchsuchen, ihm aber auch selbst Inhalte hinzufügen.
Das Programm ist GPL-lizenziert, und sollte - da in Java geschrieben - auf nahezu allen Betriebssystemen lauffähig sein.
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Wed, 25 Jul 2007
FBI vermiest Microsoft das Geschäft
Gerade einmal fünf Tage, nachdem Microsoft-Mitbegründer Bill Gates das Hinnehmen von
Software-Piraterie als die beste Strategie des Mega-Unternehmens gegen Konkurrenten auf dem chinesischen
Markt
benannt hatte, nimmt das FBI zusammen
mit chinesischen Ermittlern einen Ring von Softwarekopierern hops.
Gates hatte geäussert, dass es für Microsoft gegenüber Linux von Vorteil sei, dass das
proprietäre Betriebssystem mit seinen Office-Anwendungen in China aufgrund der geringeren Zahl
an benötigten Datenträgern günstiger gehandelt werde.
Ausgerechnet jetzt versaut also das FBI diese langfristige Strategie der Redmonter, und macht ihnen
durch den Schlag gegen
Softwarekopierer, die Microsoft-Produkte im Wert von zwei Milliarden Dollar
vertrieben haben sollen, das Geschäft kaputt! ;)
Danken wir also dem FBI für die nette kleine Unterstützung der Open Source Software!
Knapp
werden die kursierenden Kopien vermutlich dennoch nicht so schnell. Aber der Zeitpunkt... der passte. *g*
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Incognito r192 LiveCD veröffentlicht
Heute gab Pat Double die Veröffentlichung einer neuen Version seiner LiveCD Incognito
bekannt.
Mit diesem Image ist es möglich, so anonym als möglich in Internet zu surfen. Bootet man von der
CD,
sind alle Programme die sich mit dem Internet verbinden, so vorkonfiguriert, dass sie dies nur durch das
Anonymisierungsprogramm Tor hindurch tun.
Enthaltene Programme sind zum Beispiel Firefox 2.0.0.5, Thunderbird 2.0.0.5, XChat, kopete (inkl. Off The
Record Verschlüsselung, OTR), Pidgin (inkl. OTR) - und natürlich die aktuellste Tor-Version
0.1.2.15. Ausserdem ist TrueCrypt enthalten, welches gleich das erstellte home-volume verschlüsselt.
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Mon, 23 Jul 2007
Schaar geißelt Vorratsdatenspeicherung
In einem Interview mit elektrischer-reporter.de geht der
Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar mit der geplanten Vorratsdatenspeicherung und Schäubles Traum
von der Online-Untersuchung scharf ins Gericht.
»Der Rechtsstaat ist nicht in Gefahr durch den internationalen Terrorismus, er kann sich allenfalls selbst in Gefahr bringen.« Klare Worte vom Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar zu Schnellschüssen in Sachen innerer Sicherheit.
Das etwa 15minütige Interview steht unter obigem Link als Audio- und Videoaufzeichnung zum
Download bereit.
Anschauen, Reinhören und breit streuen! Das Thema wird leider viel zu wenig beachtet in der
Öffentlichkeit... und leider hat der Bundesdatenschutzbeauftragte in der Politik nichts mitzubestimmen.
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Sun, 22 Jul 2007
Anonyme Netzsuche
Wie golem.de heute berichtet, wird der Suchmaschinenanbieter Ask.com in naher Zukunft eine Anonymisierungsfunktion einführen. User, die Wert auf ihre Privatsspähre legen,
können dann durch die Funktion AskEraser auf Knopfdruck die eigene Suchgeschichte löschen.
Verfügbar sein wird die Funktion in den USA und Großbritannien bis Ende dieses Jahres, weltweit dann bis Ende 2008.
Zusätzlich zieht Ask.com bei der Verbindung von Suchanfragen und IP-Adressen mit Google gleich, und wird diese Daten dann jeweils nach 18 Monaten löschen.
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Fri, 20 Jul 2007
Web-basierter Anonymisierer geschlossen
Ohne ein Wort der Erklärung wurde der web-basierte Anonymisierungsdienst von anonymizer.com eingestellt.
Ab sofort kann man nur noch eine Desktop-Variante herunterladen und installieren - dumm nur, dass es dieses Paket nur für Windows 2000 und XP gibt. Die Software war schon immer closed source, und kostet nun auch noch Geld.
Da man sich nun also eh Anonymisierungssoftware installieren muss, kann man auch gleich auf Tor zurückgreifen. Das gibt es für alle gängigen Betriebssysteme und ist dazu noch völlig Open-Source.
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Debian-Gründer geht zu Sun
Ian Murdock, der Gründer des Debian GNU/Linux Betriebssystems berichtet in seinem Blog, dass er ein Jobangebot von Sun angenommen hat.
Damit verlässt der Debian-Vater die Linux-Foundation, und wird sich
in Zukunft um die Betriebssystem-Strategie bei Sun kümmern - die Entwicklung von Solaris also. In seinem Blog schreibt er dazu:
I believe Solaris needs to change in some ways, I also believe deeply in the importance of backward compatibility; and that even with Solaris front and center, I'm pretty strongly of the opinion that Linux needs to play a clearer role in the platform strategy.
Schauen wir also, was dieser Wechsel so zu Tage bringt: für Solaris, Linux, und uns alle natürlich! :)
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Thu, 19 Jul 2007
Internet Explorer - Firefox exploit: solved
Am 11. Juli wurde auf mozillazine.org
über eine Sicherheitslücke berichtet, die bei Windows-Usern den Internet Explorer benutzt, um
Schadcode über den Mozilla Firefox auszuführen.
Thor Larholm hatte in seinem Blog berichtet, dass der Internet Explorer
beim Besuch einer Website, die bspw. in einem iFrame eine firefoxurl://url enthält, ohne irgendeinen Hinweis
Firefox öffnet, um diese Url aufzurufen. Weder der Internet Explorer, noch Firefox überprüfen dabei
den Inhalt des auszuführenden Codes - es kann also auch schädlicher JavaScript-Code eingeschleust werden.
Eine Woche nach Bekanntwerden dieser Sicherheitslücke wurde nun eine neue Firefox-Version veröffentlicht, die das Problem behebt. Larholm weist allerdings darauf hin, dass das Problem so nur im Browser aus der Mozilla-Familie behoben sei, nicht aber in anderer Software, die weiterhin gefährdet ist.
Diskutiert wurde darüber, wer denn nun die Schuld an diesem Exploit trage. Larholm beschuldigte jedenfalls Microsoft, da der Internet Explorer hier einfach irgendwelche Programme ausgeführe. Er beschreibt, dass es hier anscheinend auch noch keine großen Bemühungen in Redmond gab, die Lücke zu schließen:
However, I can still automatically launch a wide range of external applications from Internet Explorer and provide them with arbitrary command line arguments. AcroRd32.exe (Adobe Acrobat PDF Reader), aim.exe (AOL Instant Messenger), Outlook.exe, msimn.exe (Outlook Express), netmeeting.exe, HelpCtr.exe (Windows Help Center), mirc.exe, Skype.exe, wab.exe (Windows Address Book) and wmplayer.exe (Windows Media Player) - just to name a few :D
[...]
That reminds me, outlook.exe is an interesting application to pick apart... ;)
Bei mozillazine.org freuen sich die Firefox-Liebhaber jedenfalls schon, dass die Mozilla-Entwickler so rasch reagiert haben, und Microsoft nun doch ein wenig lächerlich aussehen lassen - ganz egal, wer die »Schuld« an dem Problem denn nun trägt.
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Wed, 18 Jul 2007
Google ein bisschen weniger böse...
Wie gulli.com meldet, versucht sich die Datenkrake Google nun ein wenig im Respektieren anderer Leute Privatssphähre:
Hatten die Cookies der Riesen-Suchmaschine bisher eine Lebensdauer bis ins Jahr 2038, so sollen diese nun bereits
nach zwei Jahren ihre Gültigkeit verlieren.
Angeblich nutzt Google diese Cookies nur dazu, um den Usern bei jedem neuerlichen Besuch ihrer Seiten die Neueinabe entsprechender Daten und Einstellungen zu ersparen. Die überlange Lebensdauer der kleinen netten »Helferlein« war jedoch immer auch schon Synonym für die Datensammelwut der »bösen Krake« Google.
Ach, ein kleiner Hinweis fehlt noch: Auch wenn die Cookies nun nur noch zwei Jahre lang leben sollen, so werden sie jedoch natürlich bei jedem Besuch Googlescher Seiten wieder aufgefrischt - und die Lebensdauer auf neuerliche zwei Jahre zurückgesetzt. Nichts als ein Werbegag also....
Bleibt im Grunde nur, Google mindestens zwei Jahre lang komplett fern zu bleiben - oder aber gleich auf scroogle.org umzusteigen. Dieser Dienst leitet Suchanfragen anonymisiert an Google weiter, und zeigt dann die erste Ergebnisseite an. Ganz ohne Cookies, und ganz ohne Sammelleidenschaft.
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Tue, 17 Jul 2007
Einstellung Bundestagsabgeordneter zur VDS
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat nun
eine Liste
veröffentlicht, aus der die Positionen der Abgeordneten von SPD, CDU und CSU zur geplanten Vorratsdatenspeicherung ersichtlich werden.
Das Ergebnis sieht leider ernüchternd aus: Die meisten haben sich noch gar nicht geäussert, ansonsten überwiegen die BefürworterInnen der Gesetzesvorlage.
Erinnern wir uns: bei dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung handelt es sich um das Vorhaben, ab 2007 alle Telekommunikationsdaten aller NutzerInnen für ein halbes Jahr zu speichern. Es soll nachvollziehbar werden, »wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Anonymisierungsdienste sollen verboten werden«, so der Arbeitskreis auf seiner Homepage.
Nach Inkrafttreten des Gesetzes können also über die gesamte Bevölkerung Bewegungsprofile erstellt, geschäftliche wie auch private Kontakte rekonstruiert werden.
Rückschlüsse auf Inhalte und Interessen aller Personen werden genauso möglich, wie Einschätzungen zur jeweiligen Lebenssituation!
Es bleiben »noch 168 Tage bis zur totalen Protokollierung der Telekommunikation...« unter www.vorratsdatenspeicherung.de findet man weitere Informationen zum Thema, und welche Aktionen dagegen noch geplant sind.
Dass sich der Arbeitskreis schon über eine Beteiligung von nur 200 Menschen an einer Demo gegen das Gesetzesvorhaben freuen muss, sollte schnell der Vergangenheit angehören!
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Mon, 16 Jul 2007
c-base will gerettet werden....!
Die c-base in Berlin hat momentan massive finanzielle Probleme, und steht womöglich sogar vor dem Aus.
Wie ich gerade im hauptstadtblog lesen durfte, wurde der "Raumstation an der Jannowitzbrücke" aufgrund von Zahlungsrückständen der Mietvertrag gekündigt. Seit sich die Mieten infolge der Renovierungen des Hauses verdoppelt haben, Stromkosten und Ansprüche der Gema immer weiter steigen, sind die Probleme, die kultige Station auch kostendeckend zu betreiben, immer größer geworden.
Genutzt wurden die Räumlichkeiten bisher von unterschiedlichsten Gruppen und Projekten rund um Kunst und Musik sowie von Computerfreaks. BesucherInnen des alljährlichen Chaos Communication Congress kennen die c-base auf jeden Fall auch aufgrund ihrer coolen Congress-Party.
Trotz der 200 Mitglieder, die bisher hauptsächlich für die Finanzierung der Rämlichkeiten verantwortlich waren, wird es nun sehr eng. Das Projekt sucht dringend UnterstützerInnen, neue Mitglieder und SpenderInnen, die einen weiteren Betrieb noch sichern könnten!
Auf der Homepage der c-base zeigt der Spendenmonitor momentan 5.800€ von den benötigten 30.000€, und 245 von benötigten 400 Mitgliedern an. Um die Raumstation noch zu retten, fehlt also noch so einiges!
Den aktuellen Stand der Dinge, und Angaben zum Spendenkonto findet man auf den Seiten der c-base
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Als die taz noch cool war....
Die Zeitschrift
Die Redaktion der tageszeitung übersandte nebenstehende Vorlage. Man konnte sich wundern, oder auch nicht - sie wurde leider abgelehnt, aus "redaktionellen Gründen." :-D
Nun, ich las den Artikel und erfreute mich an einer schönen Aktion einer ehemals tollen Zeitung - bis ich schließlich bemerkte, dass der Ausschnitt nur der "Wahrheit" entstammte - der Satireseite der taz also...
Tja, Pech gehabt - aber toller war der Output der kleinen Berliner Redaktion trotzdem noch bis vor ein paar Jahren. Als es eben noch keine tazzwei gab, kein tazmag - und keine Titelseite im Bild-Design.
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Fri, 13 Jul 2007
BMI - Alt-Moabit 101 - 10559 Berlin
Soli sandte mir gerade den kleinen Hinweis auf ein Blog namens streim.de... Der Blogger Andreas Streim greift in seinem Beitrag die Idee
Karans auf, man möge doch schnell noch einmal ein Grundgesetz in gedruckter Form bestellen - so lange es das überhaupt noch gibt.
Sven Scholz schreibt darüber:
Sollte ich mal Enkel haben möchte ich ihnen nämlich schwarz auf weiß beweisen können, was es hier mal gab und dass sowas überhaupt wirklich möglich ist. Die denken sonst, ich erzähle romantische Märchen und der alte Knacker verklärt die Vergangenheit ins Phantastische. Wenn die dann kommen und sagen "Wie, man galt als Unschuldig bis zum Beweis einer Schuld? Das widerspricht doch der generellen Verdachtsvermutung, die allein unsere Freiheit gewährleistet, ohne gäbe es Anarchie und Terror, das haben wir in der Schule gelernt, das geht doch garnicht! Und wie kann man jemanden einsperren, wenn vorher eine solche Schuld festgestellt werden muss? Und wie kann eine Gesellschaft überleben, die ihre potentiellen Feinde nicht liquidiert, bevor die ein potentielles Verbrechen begehen können? Nein, Opa, das ist doch Quatsch, das geht nicht!" dann will ich was in der Hand haben, das beweist: Aber klar! Geht doch! Püh!
Die maximale Bestellmenge liegt übrigens bei drei Exemplaren, Porto wird übernommen. ;)
Bundesministerium des Innern
Alt-Moabit 101
10559 Berlin
Soli hatte im übrigen noch die super Idee, doch auch einfach mal Schäuble himself ein solches Büchlein zukommen zu lassen... kann der Große Bruder mal nachlesen, was momentan noch alles da drinsteht.
UP Gerade habe ich noch diesen Beitrag auf Karans Seite gesehen. Die Aktion ist bereits zu einer kleinen Lawine gereift - mitsamt Banner: "AKTION GG AN SCHAEUBLE"
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Thu, 12 Jul 2007
Patch für Tor-Nodes auf vservern
Nachdem es in der Vergangenheit immer Probleme mit dem Betreiben von schnellen Tor-Nodes auf vservern gab, wurde
nun ein patch veröffentlicht, der es auch Mietern dieser günstigen Servervariante ermöglichen soll,
mehr Datendurchsatz anzubieten.
Zu finden ist der Patch im Archiv der englischen Tor-Mailingliste, und sollte nun erst einmal getestet werden.
Wer nachlesen möchte, worum es da genau geht, verfolge einfach den ganzen ursprünglichen Thread.
Das Problem war anscheinend, dass auf vservern zu geringe Ressourcen für die xmit/recv Buffer der TCP-sockets zur Verfügung stehen, die Tor benutzt. Mit diesem Patch kann man nun die Puffergröße für Tor verkleinern - ohne natürlich den Grad der Anonymität einzuschränken.
Roger Dingledine, einer der Tor-Entwickler schrieb dazu:
*g*Interesting idea. If you would whip up a patch, I'll add a new config option "CheapServer 1" (suggestions for a better name? ;) and put it in as an experimental feature.
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Tue, 10 Jul 2007
Next news from Germany...
Dass die Betreiber eines Tor Exit Nodes in Deutschland nicht mehr vor
schikanösen Zugriffen durch die Behörden sicher sind, dürften die meisten
wohl seit spätestens September vergangenen Jahres zähneknirschend zur Kenntnis genommen haben.
In einer Welle von Beschlagnahmungen und Durchsuchungen wurden damals deutschlandweit laut einer
Aufzählung
in Kai Ravens Blog mindestens vier Tor-, und ein JAP-Server in kurzer Zeit einkassiert.
Weiter ging es dann im Dezember, als ein weiterer Tor-Admin seines Servers entledigt wurde, weil das BKA seine
IP-Adresse in einem "Beobachtungs-Log" ausfindig gemacht hatte. Als Begründung für die Kündigung des Server-Mietvertrages
genügte laut diesem weiteren Blogeintrag nur ein Wort: "Pornographie" - dem Totschlagargument also, das immer gegen Tor ins Feld geführt wird.
Eben dieser Betreiber um den es hier ging, hat sich nun wieder mit Negativnachrichten über D-lands Behörden an die Öffentlichkeit gewandt. In einer Mail "Next news from Germany" an die englische Tor-Mailingliste, beschreibt er seine weiteren Erfahrungen:
Nach einem anonymen Hinweis, dass seine Telekommunikationsdaten überwacht würden, erbat er Auskunft bei
den entsprechenden Behörden. Ohne Erfolg allerdings - die Auskunft wurde verweigert, und er beschreibt in seiner Mail, warum:
Over the last months, I tried to figure out, what happens. I contact the data protection official of Germany for help. Like me, he did not get any information because the prosecution denied any information with the reason:
"Any information will compromise the security of Germany or one of its parts."
(§19 Absatz 6 Bundesdatenschutzgesetz )
I compromise the security of Germany, seems I am a terrorist or something like that. The anti-terrorism-law in Germany is not a joke, nothink I want to feel by myself. I contact a lawyer and he said, this is not a game, it is real!
Laut Aussage des betreffenden Admins, handelt es sich bei den Vorwürfen ihm gegenüber um die Publikation von Anleitungen zur Anonymisierung auf www.anon-web.de, um den Betrieb des Tor Nodes "Knuffel" und des Mixmaster Remailers "awxcnx".
Verständlicherweise zieht er nun die Konsequenzen, und kündigte an:
Conclusion: The TOR node "knuffel" is down and will not come back. Please remove it from the directory. All my contact addresses and online identities related to this kind of stuff will be closed next time.
I have a german website with some stuff about anonymity. It will go down in 2-3 weeks. May be, some german gay want to download and save some of my work. I will prepare an offline version of the website:
http://www.anon-web.de
Auf der Tor-Mailingliste wurde inzwischen angeKündigt, dass die Webseite bald gespiegelt werden wird. Das wird Karsten N. persönlich leider nicht viel bringen. Ihm bleibt wohl nichts weiter übrig, als sich einen guten Anwalt zu nehmen. Auf einer Mailingliste des CCC gab es immerhin bereits den Vorschlag, eine Spendenaktion für die bald anfallenden Anwaltskosten ins Leben zu rufen.
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Mon, 09 Jul 2007
Hackerparagraph II - Hackeraktionismus I
|
Wie sich das ja eigentlich nicht gehört, bin ich diesmal sehr spät dran - nebenstehender Screenshot zeigt eine bereits drei Tage alte Seite... |
Ich wollte aber doch noch auf diese kleine Protestaktion des Chaos Computer Club bezüglich des kürzlich in D-land beschlossenen Hackerparagraphen (202c StGB) hinweisen. Viele nützliche Tools zur Überprüfung der Sicherheit von Computernetzwerken sind nun also verboten, und haben ja bereits die Ersten Konsequenzen ziehen lassen. (s.u.)
Schön ist sie auf jeden Fall geworden, die neue Startseite des CCC... Es wird nichts bringen, aber wir wissen nun, dass sie zum Glück immer noch dagegen sind. ;)
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Sun, 08 Jul 2007
Wer nichts zu verbergen hat....
...sollte sich einmal diese feine Seite ansehen:
www.myfingr.comSehr schön. Unbedingt mitmachen! ;-)
Add your fingerprints today and become a part of the hottest fingerprintdatabase worldwide.
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ROCKate: Hackerparagraph fordert erstes Opfer
Nun ist es also so weit: Nachdem der deutsche Bundestag am 25.05.2007 den sogenannten Hackerparagraphen abgesegnet hat, gibt es nun die Ersten, die sich aufgrund der zu befürchtenden Konsequenzen ins stille Kämmerlein zurückziehen.
Benjamin Schieder gab nun in einer Mailingliste des Anonymisierungsprogramms Tor bekannt, dass er aus Angst vor einer möglichen Kriminalisierung seiner Arbeit die Weiterentwicklung der Tor-Live-CD ROCKate aufgeben werde. Durch Benutzung besagter Live-CD ist es BenutzerInnen möglich, sich anonym im Internet zu bewegen.
Da nun auch der Bundesrat die umstrittene Novellierung des Strafgesetzbuches gebilligt hat, bleibt nur noch zu hoffen, dass sich EntwicklerInnen ausserhalb D-lands finden, um die Anonymisierungs-CD weiter zu entwickeln.
Hier Benjamins Mail im Wortlaut:
Hi people.
In response to a law that passed the german legislative today, I will cease production, development and distribution of ROCKate binaries and - maybe - even source code soon.
The reasen is §202c StGB which states (IANAL translation):
"Producing, acquiring, selling, giving, distributing or making-accessible of passwords or other access codes as well as computer programs whose aim it is to commi a crime ... will be punished with up to one year in jail or a fine."
See also: http://www.phenoelit.de/202/202.html
Basically, these waters are too hot for me to tread in. Though the official reading of the wall - reading from politicians that is - says that they only target 'criminals' and there is no need to worry with the wording, nobody knows when some underworked lawyer thinks he might go on to sue the ass off of everyone in IT.
If someone wants to mirror/host/develop ROCKate further, be my guest. If you need technical assistance, I can offer guidance, but I probably won't write a single line of code anymore. Sorry.
Greetings,
Benjamin
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Sat, 07 Jul 2007
apt-key
Immer mal wieder werden die gpg-keys der offiziellen und inoffiziellen Debian-repositories erneuert. Nach einem 'apt-get update'
beschwert sich apt dann, dass ein oder mehrere Schlüssel nicht mehr lokal am Schlüsselbund zu finden sind.
Die Fehlermeldung sieht dann in etwa so aus:
Reading package lists... Done
W: GPG error: deb http://www.debian-multimedia.org lenny main:
The following signatures couldn't be verified because the public key is not available:
NO_PUBKEY 1F41B907
W: You may want to run apt-get update to correct these problems
Ein 'apt-get update' bringt in diesem Fall aber mal gar nichts. Was wir brauchen, ist zuerst einmal gpg und dann ein 'apt-key add':
gpg --keyserver pgp.mit.edu. --recv-keys 1F41B907Und schon ist nach dem nächsten 'apt-get update' alles in Ordnung, und nichts meckert mehr herum...
gpg -armor --export 1F41B907 | apt-key add -
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Thu, 05 Jul 2007
cryptsetup-luks und die passwortabfragen beim booten
Verschlüsselte Systeme sind immer eine gute Sache, sei es zum Schutz der eigenen Daten nach einem Diebstahl, oder aber zur Sicherheit vor irgendwelchem behördlichen Zugang auf den eigenen Rechner.
Die Verschlüsselung hinzubekommen ist mit Cryptsetup-Luks im Grunde auch kein großes Problem: Für den Anfang kann man sich die Anleitung unter www.debian-administration.org schonmal anschauen - und dabei guten Gewissens den Abschnitt "Preparing the initramfs..." überspringen (der sieht auch eh am kompliziertesten aus). Dass man die einzelnen Partitionsbezeichnungen der eigenen, jeweiligen lokalen Bezeichnung angleichen sollte, versteht sich natülich von selbst.
Anhand dieser Anleitung kann man nun beispielsweise die Partitionen /var /tmp /home und swap gesondert verschlüsseln, je nachdem, für welche Aufteilung der Festplatte man sich zuvor entschieden hat...
Je mehr Partitionen man nun jedoch verschlüsselt hat, desto öfter muss beim booten auch ein Passwort eingegeben werden: In unserem Beispiel fordert das System also ganze 4 Passwörter. Nicht sonderlich praktikabel also.
Um das dauerhaft zu verhindern, kann man einfach für alle Partitionen ausser /var ein keyfile generieren, und /var nach jedem reboot durch die Passwortabfrage entschlüsseln. Da vorher in /etc/crypttab jeweils ein Verweis auf die keyfiles der anderen Partitionen gelegt wurde, werden diese nun automatisch eingebunden.
Das ging zu schnell?! Nunjut, eine ausführliche und wirklich unkomplizierte Anleitung findet sich auf den Seiten von linuxforen.de.
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Wed, 04 Jul 2007
Proprietärer Mist
Gerade höre ich, dass diese Seite mit dem Internet Explorer 7 nicht so toll aussieht. Dazu kann ich nur sagen:
Take back the Web!
The Web, only the Web
oder meinetwegen auch:
"Konqueror, which also has a very nice "About" screen", höhö
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bloggen mit dem nanoblogger
Da ich ja nun ab sofort auch zu den bloggenden Menschen gehöre, braucht's natürlich ein entsprechendes - selbstverständlich cooles - Tool dazu....
Ich entschied mich für die geekige Variante, dem Nanoblogger.
Alles läuft über ein Shell-Script ab, das automatisch mit Hilfe einfacher Unix-Tools wie cat, grep und sed ein vollständiges feines Blog erzeugt...
Damit (auch) ich selbst die ganzen, im Grunde ja ganz einfachen, Befehle immer zur Hand habe, hier eine kleine Auflistung der wichtigsten Kommandos:
- create a new weblog (directory) = nb -b [blog_dir] -a
- create a new entry = nb -a
- create a new category = nb -c new -a
- create a new entry for a category = nb -c [cat_id] -a
- list current entries = nb -l [current|all]
- list categories = nb -l cat
- list entries by category = nb -c [cat_id] -l [current|all]
- edit an entry = nb -e [entry_id]
- move an entry to a category = nb -c [cat_id] -m [entry_id]
- delete an entry = nb -d [entry_id]
- delete a category = nb -c [cat_id] -d cat
- delete an entry from a category = nb -c [cat_id] -d [entry_id]
- force update of weblog = nb -u [current|all|main]
Damit sind wir also für die Zukunft gerüstet, und es kann in den nächsten Tagen weiter gehen.
Geklaut habe ich obige Liste übrigens von n1xlt3r. Nichts für ungut....
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Tue, 03 Jul 2007
HAVE FUN!
Das bloggen beginnt hier....!
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