Sun, 31 Jan 2010

gpg4usb - mit neuer Version unterwegs verschlüsseln

gpg4usb v0.2.1
Vor ein paar Tagen hat das gpg4usb-Team eine neue Version des portablen Tools zur Verschlüsselung veröffentlicht: Mit gpg4usb können nun nicht nur Texte, sondern auch Dateien direkt verschlüsselt werden. Außerdem wurde inzwischen Unicode-Unterstützung eingebaut, und einfaches Keymanagement implementiert. So können nun auch direkt im Programm Schlüsselpaare generiert werden.



Bei gpg4usb handelt es sich um einen einfachen Texteditor, verbunden mit einem GnuPG-Frontend zur Verschlüsselung. Damit ist es nun ein Leichtes, unterwegs Mails und Dateien zu verschlüsseln - und das von (nahezu) jedem Rechner aus: gpg4usb lässt sich unter Windows und Linux nutzen.

Erhältlich ist das Tool für zu Hause und unterwegs im Download-Bereich unter http://gpg4usb.cpunk.de. Einfach die zip-Datei herunterladen, auf den usb-Stick entpacken, und je nach Betriebssystem start_linux oder start_windows.exe ausführen.

posted at: 18:47 | path: /2010 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags: , ,

Fri, 01 Jan 2010

ntpdate sagt zuverlässig...

schon wieder und not faked...

# ntpdate-debian
1 Jan 00:00:00 ntpdate[6656]: adjust time server 217.91.44.17 offset 0.000142 sec

zwanzigzehn also ab sofort. have a lot of fun!

posted at: 00:00 | path: /2010 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags:

Mon, 26 Oct 2009

Tor fürs Smartphone

Vor wenigen Tagen gab Nathan Freitas in seinem Blog bekannt, dass er erfolgreich eine Tor-Version auf dem Android-Smartphone installiert habe.

Freitas arbeitete daran als Teil seines Engagements im Guardian-Projekt, das sich der anonymen und sicheren Kommunikation mit Google's Opens-Source Mobilplattform Android widmet. Im Zuge des Guardian-Projekts, das vor ein paar Monaten schon einen Preis im Zuge der UC Berkeley Human Rights Center Mobile Challenge erhalten hatte, wurde nun der Tor-Client Orbot entwickelt, der wie auf dem PC Vidalia oder Tork die Prozesse der Anonymisierungssoftware steuert.

Orbot ist komplett in C geschrieben, und soll weniger Ressourcen benötigen, als die entsprechenden bisherigen Implementierungen in Java. Über Versuche, Tor auf dem Android zu installieren wurde schon vor einem Jahr berichtet, und es gibt weiterhin die - allerdings nicht stark frequentierte - Mailingliste zu Tor-in-Java:
Freitas scheint mit seiner Orbot-Entwicklung nun allerdings bereits am weitesten vorangekommen zu sein, und ruft zu aktiver Mitarbeit auf.

Danke an byebyeapplecomputer für den Tip!

posted at: 22:14 | path: /2009 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags: ,

Wed, 22 Jul 2009

Crash

Systemcrash.
Nach dem Hochfahren meldet sich Cron nett per mail, dass es einen Fehler in der Ausführung von logrotate gab: Aus irgendwelchen Gründen konnte eine Logdatei von Exim nicht verarbeitet werden.
Erster Gedanke: »Ich bin root, ich darf das!« Aber nicht doch, fehlende Berechtigungen verhindern das Löschen, signalisiert das System... Tatsächlich zeigt ls:

ls -alh
-rw-r----- 1 Debian-exim 49145 1,9K 21. Nov 1932 mainlog.4.gz

Wobei es die Gruppe 49145 nicht gibt.
In einem solchen Fall sind durch den Crash die Dateiattribute durcheinander geraten, und diese Dateien können dadurch (manchmal) nicht mehr bearbeitet werden. Hilfe gibt es allerdings durch lsattr und chattr. Ersteres zeigt die Attribute im ext-Dateisystem an, während Zweiteres diese wieder gerade biegen kann: und zumindest logrotate ist nun wieder zufrieden.

posted at: 21:01 | path: /2009 | permanent link to this entry | 1 comments | Tags:

Tue, 10 Mar 2009

Studentenwerk Göttingen empfiehlt: Stop RFID

Studentenwerk Gö: StopRFID
Bildausschnitt:
Webseite des Studentenwerks Göttingen.

An dieser Stelle wurde ja schon ein paar Mal über die unsicheren Studierenden-Chipkarten der Universität Göttingen geschrieben, und auch die Basisgruppe fIMP hat vor gar nicht so langer Zeit einen Kommentar dazu veröffentlicht.

Nun scheint inzwischen auch dem Studentenwerk Göttingen selbst diese Chipkarte nicht mehr ganz geheuer zu sein: Wie man auf nebenstehendem Bild sehen kann, werden den Studierenden nun tatsächlich Schutzkästchen aus Metall angeboten, um sich vor dem ungewollten Auslesen der Karten zu schützen.

Das lustigste an der Sache: Das Studentenwerk gab diese RFID-Karten selbst in Zusammenarbeit mit der Universität heraus - um nun ein paar Jahre später ausgerechnet Schutzhüllen mit dem Aufdruck »Stop RFID« zu verkaufen.

Selbstironie at it's best eigentlich...

posted at: 18:53 | path: /2009 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags:

Sun, 18 Jan 2009

Dingledine erklärt Tor...

... in weniger als vier Minuten:



»Our role is to give a tool to people who want to change their world however they want to change it. And there are a lot of people out there who want the world to be different, and want to be able to learn things, and want to be able to publish things.
And we are sympathetic to them, but our role is just to give them more options and let them do whatever they want to do.
So at the same time as writing tools like this there are plenty of people out there who need to do whatever they need to do - to change the world.«

posted at: 17:39 | path: /2009 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags: ,

Sat, 10 Jan 2009

fetchmail: Mails anonym über Tor abholen

All diejenigen, die schon einen einsatzbereiten Tor-Client eingerichtet haben, können diesen natürlich auch dazu nutzen, um anonymisiert Mails abzurufen. Unter Linux mache ich das im Normalfall per fetchmail. Im Tor Wiki gibt es mehrere Anleitungen, wie man verschiedene Programme dazu bringt Tor zu nutzen - unter anderem auch fetchmail.

Ich habe die Einstellungen einmal durchprobiert und musste feststellen, dass mit meiner Konfiguration nur eine dieser Möglichkeiten funktioniert hat: Diejenige mit dem fetchmail-plugin-Fähigkeiten nämlich:

Zunächst sollte man in der Datei /etc/tor/tor-tsocks.conf nachschauen, ob folgende Einträge enthalten sind:

server = 127.0.0.1
server_port = 9050

Bei mir war das in der unter Debian installierten Version bereits der Fall. Das gleiche gilt für den Eintrag in der Privoxy-Konfiguration unter /etc/privoxy/config:

listen-address 127.0.0.1:8118

Weiter geht es mit den direkten Vorbereitungen für fetchmail: Hat man beispielsweise einen Mailaccount bei gmx.de, sollte man zuerst via

tor-resolve pop.gmx.net

herausbekommen, welche IP-Adresse dieser Server hat, nämlich die 213.165.64.22. Dieser Schritt ist aus dem Grund wichtig, da bei Angabe des Server-Domainnamens ansonsten vor der Mailabholung DNS-Anfragen zur Namensauflösung ungeTORt durchgeführt würden.

Da die Mails ausserdem über eine gesicherte ssl-Verbindung abgeholt werden sollten, besorgt man sich noch das entsprechende Zertifikat via

openssl s_client -connect pop.gmx.net:995 -showcerts

Den im folgenden angezeigten Bereich zwischen -----BEGIN CERTIFICATE----- und -----END CERTIFICATE----- kopiert man in eine Textdatei, hier im Beispiel cert.pem. Die beiden Zeilen mit den Spiegelstrichen müussen dabei selbstverständlich mit eingefügt werden.

Anschliessend lassen wir uns den Fingerprint des Zertifikats anzeigen:

openssl x509 -in cert.pem -noout -md5 -fingerprint

In diesem Fall wird folgendes ausgeworfen: MD5 Fingerprint=BA:03:AC:50:A9:A0:C7:AF:1E:79:3A:B7:C0:E7:19:5E
Diese Informationen müssen nun in der Datei .fetchmailrc im lokalen Benutzerverzeichnis zusammengetragen werden. Diese sollte anschliessend in etwa so aussehen:

set daemon 300       #Mailabruf alle 300Sekunden
set postmaster "$USER"       #User, der fetchmail startet
set no bouncemail
set logfile /home/$USER/.fetchmaillog       #zur Kontrolle aktivieren wir erstmal eine Logdatei

#Server

poll 213.165.64.22 with       #IP des POP-Servers
       plugin "socat STDIO SOCKS4A:127.0.0.1:%h:%p,socksport=9050"    #tsocks benutzen, über Tor verbinden
       proto pop3
       user 1234567    #Benutzername bei gmx
       pass 89101112    #Passwort bei gmx
       is $USER    #lokaler Benutzername
       ssl     #Verbindung verschlüsseln
       sslcertck    #Zertifikat überprüfen
       sslcommonname pop.gmx.net    #Der im Zertifikat angezeigte Servername
       sslfingerprint "BA:03:AC:50:A9:A0:C7:AF:1E:79:3A:B7:C0:E7:19:5E"    #der Fingerprint des Zertifikats
#     keep    #Falls die Nachricht auch auf dem Server verbleiben soll, die Raute am Beginn der Zeile entfernen

mda '/usr/bin/procmail -f fetchmail'    # Mails an den Mailfilter procmail leiten

Das war's auch schon. Nun kann im Terminal fetchmail eingegeben und gestartet werden. Ab sofort werden alle fünf Minuten die Mails dieses Accounts über das Tor-Netzwerk abgerufen und die eigene Rechner-IP vor gmx verborgen.

Möchte man nun noch schauen, ob wirklich keine DNS-Anfragen an Tor vorbeigeleitet werden, kann in die Datei /etc/tor/torrc noch

SafeSocks 1
TestSocks 1

nachgetragen werden. Danach erscheinen nach einem /etc/init.d/tor --force-reload in der Tor-Logdatei Meldungen, ob diese Anfragen erfolgreich über den Anonymisierungsserver gestellt worden sind.

UPDATE (19.01.09):
Im IRC-Channel des Torprojekts wurde der Hinweis gegeben, dass es gerade im Zuge der Vorratsdatenspeicherung - und bei Mailaccounts welche mit realer Identität angelegt wurden - sogar gefährlich geworden sein könnte, Mails über Tor abzurufen: Es könnten falsche Rückschlüsse gezogen werden, falls die IP-Adresse für den Mailabruf in anderen Zusammenhängen schon einmal aufgetaucht ist.

Über Tor sollten also am besten ausschließlich Postfächer abgerufen werden, die nicht mit einer realen Identität in Zusammenhang gebracht werden können.

posted at: 19:03 | path: /2009 | permanent link to this entry | 3 comments | Tags: , ,

Sun, 04 Jan 2009

Privatix: Ein Debian Live-System

Auf das neue Debian GNU/Linux-basierte Live-System des Journalisten Markus Mandalka bin ich schon während des 25. Chaos Communication Congress aufmerksam gemacht worden - Zeit für einen kleinen Test habe ich mir heute mal genommen:

Hat man sich das iso-Image hier heruntergeladen und auf CD gebrannt, fährt es ein auf den ersten Blick ganz normales Debian mit Gnome-Desktop als Live-System hoch (d.h. das ansonsten installierte Betriebssystem bleibt dabei unberührt). Entscheidend anders ist hier allerdings nun der erscheinende Installations-Button auf dem Desktop:
Einen mindestens 4GB großen usb-Stick oder eine externe Festplatte vorausgesetzt, kann durch Anklicken dieses Buttons ein kleines portables Debian auf einen mobilen Datenträger kopiert werden. Der Clou dabei ist, dass nach Auswahl des entsprechenden Mediums alle Daten in einen verschlüsselten Bereich kopiert werden. In der Laufwerksauswahl werden dabei nur externe Laufwerke angezeigt um zu verhindern, dass man die Daten auf dem Desktoprechner überschreibt: Ist also DAU-kompatibel das Ganze ;)

Mit meinem usb-Stick benötigte der Kopiervorgang etwa eine halbe Stunde - eine Prozedur, die sich jedoch lohnt: Man erhält ein portables, verschlüsseltes Debian für unterwegs. Mit dem Stick kann man nun das eigene Linuxsystem an fremden Rechnern booten und/oder diese warten.

Auf der Webseite trägt das Projekt den Untertitel: »USB-Live-System zum Selbstdatenschutz«. Das trifft allerdings nur für die Verschlüsselung des Mediums zu. Zwar sind Programme mitgeliefert, um die Privatsphäre des Users zu schützen - voreingestellt ist das alles jedoch nicht: Der Anonymisierungsdienst Tor wird beim Systemstart geladen, andere Programme sind allerdings nicht vorkonfiguriert, diesen Dienst auch zu nutzen. Auch lassen im Iceweasel/Firefox die Voreinstellungen JavaScript zu, und Formulardaten/Passwörter werden gespeichert - wenn auch innerhalb des verschlüsselten Systems.

Verglichen mit einer anderen, auf Privatspähre achtenden Live-CD, Incognito, wurde also weniger in die Konfigurationen der Software eingegriffen. Im auf Gentoo basierenden Incognito wurde darauf geachtet, dass jegliche Kommunikation des Systems nach 'draussen' ausschliesslich anonymisiert durch Tor geschieht. Im Internetcafe am Windows-Rechner lässt sich Incognito mit dem mitgelieferten qemu innerhalb einer virtuellen Maschine starten - ein Vorteil, da man an solchen Rechnern eher nicht komplett neu starten darf.

Aber natürlich ist Privatix eine sehr feine Sache: Es ist nun kinderleicht sein/mein liebstes Betriebssystem auf eine mobile Festplatte zu installieren, noch dazu komplett verschlüsselt. Mit ein paar kleinen Handgriffen sind auch die Verbindungen durch Tor geroutet - ist halt ein etwas anderer Ansatz als bei Incognito.

posted at: 22:24 | path: /2009 | permanent link to this entry | 2 comments | Tags: , ,

Thu, 01 Jan 2009

ntpdate sagt gerade...

~$ ntpdate-debian
1 Jan 00:00:00 ntpdate[13413]: adjust time server 213.95.21.206 offset -0.055192 sec

und das ungeschummelt. Frohes also @ all.

posted at: 00:00 | path: /2009 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags:

Mon, 29 Dec 2008

25C3: Verwundbarkeiten in Tor

Roger Dingledine, Teamleiter des Tor-Projekts gab heute auf dem Chaos Communication Congress einen kurzen Überblick über praktische und theoretische Verwundbarkeiten des Tor-Netzwerks.

Viele der Probleme, seine Anonymität trotz Nutzung von Tor zu verlieren, werden laut Dingledine durch die Nutzung des Browsers Firefox und dem Addon Torbutton behoben: Vor allem Javascript-Reloads nach ein/aus-schalten Tors und Gefahren durch Flashanimationen die wahre Identität zu offenbaren, seien dadurch behoben. Dingledine riet daher ausdrücklich, Tor nicht mit anderen Browsern und ohne Torbutton zu nutzen. Eine weitere sichere Möglichkeit sei die Nutzung der Incognito-LiveCD, die sich innerhalb von Windows-Betriebssystemen via Qemu starten lasse, und alle mitgelieferten Programme für die anonyme Nutzung via Tor vorkonfiguriert liefere.
Die Möglichkeiten, dass darüber hinaus Tor-ServerbetreiberInnen die Identitäten der BenutzerInnen herausfinden können, schienen (imho) vor allem theoretischer Natur zu sein und allesamt zumindest erheblichen Aufwand zu bedürfen.

posted at: 20:23 | path: /2008 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags: ,

Sun, 28 Dec 2008

25C3: Alles voll und alle

Tag 2 beim diesjährigen Chaos Communications Congress - und die bisherige Bilanz lautet: Voller geht kaum! Die Vorträge sind noch überfüllter als letztes Jahr, und es beginnt stressig zu werden... und das für alle Beteiligten: Die Medical Unit ist pausenlos damit beschäftigt, in Gängen und Eingangsbereichen sitzende ZuhöhrerInnen zu vertreiben - was auf Dauer durchaus beide Seiten nervt. Nicht nur die Dauertickets sind inzwischen ausverkauft, auch gibt es keine Armbändchen mehr, wie Fefe schreibt. Letzteres ist sicherlich zu verschmerzen, Tickets gab es offensichtlich auch einfach zu viele.

Besser als im letzten Jahr ist auf jeden Fall das w-lan vor Ort, die Verbindungen halten sich (derzeit immerhin noch) sehr stabil.

Auch gab es durchaus schon ein paar recht interessante Vorträge zu sehen: Zu den Favoriten zählen bisher Das Grundrecht auf digitale Intimsphäre mit Constanze Kurz und Ulf Buermeyer, Why were we so vulnerable to the DNS vulnerability? mit Dan Kaminsky und am heutigen Tag noch der obligatorische CCC-Jahresrückblick. Nachsehen kann man diese bisher auf diesen Seiten zum Kongress.

Quote of the Day:

Medical-Unit: Macht den Eingangsbereich frei, das ist ein Fluchtweg.
Die Häfte der Leute geht, Medical-Unit geht weiter.
1er der Stehengebliebenen: Na der war ja erfolgreich.
2er der Stehengebliebenen: What did this guy say?

posted at: 18:37 | path: /2008 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags:

Sat, 20 Dec 2008

Video: How to circumvent censorship

Das Video ist schon eine Weile online, trotzdem soll es auch noch einmal an dieser Stelle lobend erwähnt werden: Der Howcast-Clip »How To Circumvent an Internet Proxy« bietet in nur vier Minuten einen Schnellkurs, wie man (staatliche) Zensur umgehen kann: Durch die Benutzung offener Proxies, oder auch der Anonymisierungssoftware Tor bspw. in Verbindung mit dem Tor Browser Bundle. Ein gewagtes Unternehmen, das alles in unter fünf Minuten - inkl. Erläuterung, was ein Proxy überhaupt macht - unterzubringen. Aber es hat funktioniert, und es ist sehr gut (und auch DAU-fähig) geworden:



via: https://blog.torproject.org/

posted at: 19:31 | path: /2008 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags: ,

Sun, 07 Dec 2008

How To Bypass Internet Censorship

FLOSS Manuals Release Circumvention Book, How To Bypass Internet Censorship

December 4, 2008, Amsterdam

A new book released by FLOSS Manuals, How to Bypass Internet Censorship, describes circumvention tools and explains why you might want to use them, and honestly describes the risks you must consider before circumventing blockers or monitors. Blockers and monitors restrict access to areas of the Internet, and this book describes simple techniques for bypassing those restrictions. The book can be read or downloaded for free as a PDF from flossmanuals.net, or you can purchase a high-quality printed copy of the 200 page book through Lulu, an on-demand printer, at http://www.lulu.com/content/4904448 for €10.83 ($14.00).

Vorgestellt werden in diesem frei verfügbaren Buch Hintergründe zur Internetzensur und einige Techniken, wie diese umgangen werden kann: Die sieben Autoren des Bandes befassen sich unter anderem mit Webproxies, Tor, JonDo, OpenVPN und ssh-Tunneling - das alles leicht verständlich und gut nachvollziehbar.
Lizensiert ist das 200seitige Buch unter der GPL v.2.

posted at: 14:53 | path: /2008 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags: ,

Thu, 20 Nov 2008

Spaß mit dem O2-Support (oder: O2 mag/kennt mutt nicht)

Seit geraumer Zeit nun schon besitze ich ein ungenutztes Mail-Postfach bei O2 - das sollte sich ändern, da es für manche Zwecke durchaus mal Sinn machen könnte, eine weitere Alternative in petto zu haben. Problem nur: mit meinem favorisierten Mail-User-Agent mutt konnte ich mich nie mit dem imap-Server verbinden.

Es sei vorweg gesagt: Es klappt noch immer nicht. Wer also imap.o2online.de erfolgreich mit mutt kontaktiert, fühle sich berufen, mir eine Lösung zukommen zu lassen.

Beginnen wir also mit der Kontaktaufnahme via Online-Formular auf der O2-Webseite:

Hallo,
welche Einstellungen muss ich in meinem Mailprogramm vornehmen, um Ihren imap-Server zu nutzen?
Anpingen kann ich imap.o2online.de und imap4.o2online.de - leider nicht aber darüber mails abrufen....

Was gut war: Die Antwort kam schnell. Nur: kann es sein, dass sie meine Frage nicht ganz gelesen haben?

Anbei senden wir Ihnen die Einstellungen, die Sie fürr die Benutzung fü Ihrn imap-Server benötigen.
E-Mail-Eingangsserver: imap.o2online.de Port: 143
E-Mail-Ausgangsserver: mail.o2online.de Port: 25
Benutzername: (Mobilfunknummer@o2online.de oder Aliasname@o2online.de)
Kennwort: Ihr Kennwort auf o2online.de

Wir freuen uns, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Also probieren wir's nochmal ausführlicher:

Hallo, Besten Dank für Ihre Antwort. Wie meiner Anfrage zu entnehmen war, hatte ich diese Adressen ja schon entdeckt. Nur: sie funktionieren nicht.

mutt -f imaps://MeineRufnummer@imap.o2online.de:143
gibt als Fehlermeldung:
"A TLS packet with unexpected length was received.
tls_socket_read (A TLS packet with unexpected length was received.)"

mutt -f imaps://MeineRufnummer@imap.o2online.de/ssl
sagt: "Anmeldung gescheitert"

Probiert man Port 110, wie auf Ihrer Homepage angegeben[1]:
mutt -f imaps://MeineRufnummer@imap.o2online.de:110
wird der Verbindungsaufbau abgelehnt.

Auch die Einstellungen:
mailboxes {MeineRufnummer@imap.o2online.de:143/ssl}
account-hook imaps://MeineRufnummer@imap.o2online.de \
'setimap_user=MeineRufnummer@o2online imap_pass="MeinPasswort"'
bringen nichts.

Gibt es noch weitere Möglichkeiten, ausser mir einen anderen Anbieter für Mailempfang zu suchen?
Viele Grüße

[1] http://www.o2online.de/nw/support/mobilfunk/handy/settings/manuell/manuell-email-haupt-artikel.html?nidx=2

> Wir freuen uns, Ihnen weitergeholfen zu haben.
Haben Sie? ;)

Damit sollte eigentlich ein wenig geklärt worden sein. Oder?

Guten Abend,

vielen Dank für Ihre E-Mail und das Interesse an unseren Produkten und Services.

Leider haben Sie uns nicht mitgteilt welches E-Mail Programm Ihnen diesen fehler anzeigt. Bitte testen Sie einen anderen E-Mail Client. Bitte überprüfen Sie auch Ihre Zugangsdaten. Den Login können Sie direkt auf www.o2online.de überprüfen. Gerne prüfen wir ob das Communication Center korrekt eingerichtet ist.

WTF?!?

Hallo,

jetzt wird es aber skurril. In meiner Mail erwähnte ich doch mehrmals meinen Mail-User-Agent: mutt

Und nein, ich werde nicht nur wegen einer kaputten Konfiguration Ihres Dienstes ein anderes Mailprogramm nehmen. Da ich mit mutt sehr zufrieden bin, und es mit mehreren anderen imap-Servern perfekt funktioniert - ausschliesslich o2 macht Probleme.

Meine Zugangsdaten hatte ich mutt korrekt angegeben, diese funktionieren bei der Anmeldung auf Ihrer Webseite.

Aber gut, wenn Sie mir keine Lösung anbieten wollen/können, benutze ich Ihren Mailserver nicht, und suche mir funktionierende Lösungen.
Gruß

Und was kommt zurück? Achso. Gesperrt bin ich nur:

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ihr E-Mail Account wurde durch mehrfacher falscher Anmeldung zum Kundenkonto (E-Mail Client) gesperrt.

Aus Sicherheitsgründen ist für die Bearbeitung Ihres Anliegens die Angabe Ihrer 4 stelligen persönlichen Kundenkennzahl, die Sie sich bei Vertragsabschluss vergeben haben, erforderlich. Diese finden Sie unter "Punkt 1" in Ihren Vertragsunterlagen.

Wir bitten Sie Ihre Anfrage erneut über unser Kontaktformular unter www.o2online.de/goto/kontakt an uns zu richten.

Es geht also wunderbar voran. Auf der Webseite eingeloggt, Kundenkennzahl eingegeben, und den bisherigen Schriftwechel einkopiert - und ab damit. Doch: Anstelle einer sinnvollen Antwort kommt nur zurück: Der gesamte bisherige Schriftwechsel. Ohne jeglichen Kommentar! Also nächster Versuch:

Kann es sein, dass Sie Ihre Antwort vergessen haben?
So langsam habe ich keine Lust mehr...
Grüße

Und Ha! Daraufhin geht es endlich (konstruktiv) voran:

Guten Tag,

Um den Fehler möglichst schnell eingrenzen zu können, benötigen wir einige Angaben.

Bitte beantworten Sie uns die unten aufgeführten Fragen. Sollten Sie uns bereits Informationen mitgeteilt haben, möchten wir vorsorglich darauf hinweisen, dass nur eine mit allen notwendigen Details versehene Fehlermeldung bearbeitet werden kann.

1. Können Sie sich mit Ihrer Mobilfunknummer und Ihrem Passwort anmelden?
2. Mit welcher Rufnummer melden Sie sich an?
3. Welcher angebotene Service funktioniert nicht?
4. Können Sie sich mit Ihrer persönlichen Kundenkennzahl einloggen?
5. Welches Fehlerbild/genaue Fehlerbeschreibung wird angezeigt?
6. Teilen Sie uns bitte das Datum, die Uhrzeit und die Häufigkeit der Einschränkung mit.
7. Welchen Browser benutzen Sie (Name und Version)?
8. Welches Betriebssystem benutzen Sie?
9. Bitte testen Sie den gewünschten Zugang an einem alternativen PC via Internet Explorer und teilen Sie uns das Testergebnis mit.
10. Kontaktrufnummer und bevorzugte Rückrufzeit für eventuelle Rückfragen?

Ich habe eine Weile überlegt, ob das nun überhaupt noch Sinn macht. Aber irgendwie macht's inzwischen ja auch schon ein wenig Spaß.

> 1. Können Sie sich mit Ihrer Mobilfunknummer und Ihrem Passwort anmelden?
Per Webmail: Ja. Mit meinem Mailprogramm: Nein.

> 2. Mit welcher Rufnummer melden Sie sich an?
MeineRufnummer

> 3. Welcher angebotene Service funktioniert nicht?
Ihr imap-Server imap.o2online.de und imap4.o2online.de

> 4. Können Sie sich mit Ihrer persönlichen Kundenkennzahl einloggen?
Auf Ihrer Webseite: Ja.

> 5. Welches Fehlerbild/genaue Fehlerbeschreibung wird angezeigt?
Beim Einwahlversuch auf Ihrem imap-Server:
"A TLS packet with unexpected length was received.
tls_socket_read (A TLS packet with unexpected length was received.)"
oder auch: "Anmeldung gescheitert"

> 6. Teilen Sie uns bitte das Datum, die Uhrzeit und die Häufigkeit der Einschränkung mit.
Häufigkeit: Immer.
Datum: Bspw. 07.11.2008 18:45Uhr

> 7. Welchen Browser benutzen Sie (Name und Version)?
Es geht nicht um Ihren Webmailer, sondern um den imap-Server. Als Mailproramm nutze ich mutt Version 1.5.18-4

> 8. Welches Betriebssystem benutzen Sie?
Debian/Gnu Linux

> 9. Bitte testen Sie den gewünschten Zugang an einem alternativen PC
> via Internet Explorer und teilen Sie uns das Testergebnis mit.
Es gibt kein Problem mit Ihrem Webmailer.

> 10. Kontaktrufnummer und bevorzugte Rückrufzeit für eventuelle Rückfragen?
MeineRufnummer - am besten am Spätnachmittag

Und nun: Das große Finale:

Guten Tag,

Bedauerlicherweise werden wir Ihnen hier so keine Lösung anbieten können. Ganz offensichlich, wie auch bereits von Ihnen erwähnt, liegt hier ein Konflikt zwischen dem von Ihnen verwendeten Mail-Client und dem o2 Communication Center Server vor.

Da jedoch andere Mail-Clients sowohl über POP3 als auch über IMAP4 einwandfrei auf den o2 Communication Center Server zugreifen können und der von Ihnen genuzten Mail-Client nicht unbedingt zu den von unseren Kunden genutzten Standard-Mail-Clients gehört bitten wir hier um Ihr Verständnis wenn wir Ihnen den gewünschten Dienst so nicht anbieten können.

Das war natürlich eine vollends zufriedenstellende Antwort...
Falls jemand da draussen eine bessere weiss, für einen, der nicht den von O2-Kunden genutzten Standard-Mail-Client nutzt: Immer her damit!

posted at: 16:13 | path: /2008 | permanent link to this entry | 7 comments | Tags: ,

Mon, 17 Nov 2008

Java für Debian-amd64

Ein Java-Plugin (noch dazu komplett OpenSource) für ein 64-bit-Debian (x86_64), das in den üblichen Browsern (getestet: Galeon/Epiphany/Firefox) gut funktioniert :

apt-get install icedtea-gcjwebplugin

Damit wird das Paket openjdk-6-jdk mitinstalliert, einem Open-Source-Beitrag von Sun bezüglich Java.

posted at: 17:23 | path: /2008 | permanent link to this entry | 0 comments | Tags: